Maltritz freut sich auf die volle Bochumer Hütte

Michael Eckardt
Hat für den VfL Bochum schon ein paar wichtige Treffer erzielt in dieser Saison: Marcel Maltritz (l.).
Hat für den VfL Bochum schon ein paar wichtige Treffer erzielt in dieser Saison: Marcel Maltritz (l.).
Foto: Roland Weihrauch / dpa
Das rewirpower-Stadion ist zum ersten Mal in dieser Spielzeit ausverkauft, wenn der 1. FC Köln am Samstag einen Schritt in Richtung Aufstieg machen will und der VfL Bochum einen in Richtung Klassenerhalt.

Bochum. „Wir haben in der Relegation gegen Mönchengladbach gut gespielt und auch im Pokal gegen Bayern München. Und jetzt ist das Stadion wieder ausverkauft.“ Für Marcel Maltritz, dessen Treffer in Sandhausen den Hoffnungen des VfL Bochum, die Klasse zu erhalten, weitere Nahrung gegeben hat, scheint klar zu sein: Brodelt’s so richtig in der vollen Bochumer Hütte, dann ist die Mannschaft auch zu außergewöhnlichen Leistungen fähig. Und an Atmosphäre sollte es am Samstag in der Partie gegen den 1. FC Köln (13 Uhr, live in unserem Ticker) nicht fehlen.

Möglicherweise fehlt jedoch, wie berichtet, Mirkan Aydin. „Wenn einer nicht hundertprozentig helfen kann, dann muss man auf ihn verzichten“, sagte Peter Neururer, für den dieser Verzicht am Donnerstag jedoch noch nicht beschlossene Sache war. Sollte Aydin aber schließlich weiterhin zu große Bedenken haben, dann rückt Alexander Iashvili in den Kader, daraus machte der VfL-Trainer kein Geheimnis. Wer in diesem Fall Aydin in der Startelf ersetzen wird, mochte Neururer indes noch nicht mitteilen, um die Kölner im Vorfeld nicht schlau zu machen. Lieber sprach er von einer „interessanten und spannenden Änderung“. Ob damit Michael Delura gemeint ist, der zuletzt in Sandhausen Aydins Platz einnahm und mit seinem ersten Ballkontakt direkt die Riesenmöglichkeit zum 2:0 hatte, kann man nur vermuten. Vielleicht aber hat sich Neururer auch was ganz anderes ausgedacht.

VfL beschäftigt sich mit Schalke-Talent Manuel Torres Jimenez

Die griffige Parole in diesen Tagen lautet ohnehin: „Einstellung schlägt Aufstellung.“ Mit diesen Worten relativierte Peter Neururer einen anderen Satz, nämlich den von den „fußballtechnischen Welten, die im Augenblick“ zwischen den beiden Teams „klaffen“. Die „harte Nuss“, so Maltritz, aus dem Rheinland, sei sehr wohl zu knacken. Neururer: „Wir sind durchaus imstande, eine bessere Mannschaft zu bekämpfen und zu schlagen.“ Zumal man ja über den „12. Mann“ verfüge.

Dass sich Peter Neururer, der ja zunächst nur als „Retter“ für die restlichen Saisonspiele engagiert wurde, bereits mit der Zukunft des VfL beschäftigt, schlägt sich offenbar in der angedachten Verpflichtung des Schalker Talents Manuel Torres Jimenez nieder. Für den 22-Jährigen interessiert sich auch Drittligist 1. FC Saarbrücken, und sogar Greuther Fürth soll sich mit dem schnellen und flexiblen Offensiv-Mann aus Spanien, dem man in Gelsenkirchen den Sprung in die Bundesliga-Spitze nicht so recht zutraut, beschäftigt haben. Torres ist praktisch auf allen offensiven Mittelfeld-Positionen und als hängende Spitze einsetzbar, zudem ist er Ende Juni vertrags- und damit ablösefrei. Er wäre nach Eigengewächs Jan Gyamerah (17) und Smail Morabit (24) der dritte VfL-Neuling.