Joker Ganvoula rettet VfL Bochum Punkt in Paderborn

Ganvoula trifft zum 2:2.
Ganvoula trifft zum 2:2.
Dank Joker Ganvoula hat der VfL Bochum eine Niederlage im Westfalen-Duell beim SC Paderborn abgewendet und ist Freitagnacht Dritter.

Paderborn. Der VfL Bochum hat den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Beim SC Paderborn kam der Zweitligist in einer emotional geführten, umkämpften Partie zu einem 2:2 und kletterte vorerst auf Rang drei. Nach einer Pausenführung und einem Doppelschlag des SCP sicherte Joker Silvere Ganvoula dem VfL in einer packenden Partie den Punkt.

Trainer Robin Dutt vertraute der gleichen Startelf, die gegen Sandhausen mit 1:0 gewonnen hatte. Im Kader gab es nur eine Änderung: Zugang Sebastian Maier nahm erstmals auf der Bank Platz, Baris Ekincier blieb zu Hause.

Lukas Hinterseer also sollte es zunächst allein ganz vorne richten, und auch in der näheren Zukunft hat er nur einen echten Konkurrenten, Silvere Ganvoula. Das Transferfenster dieses Sommers schloss eine halbe Stunde vor dem Anpfiff, Bochum hat keinen Angreifer mehr unter Vertrag nehmen können. Anders als Paderborn, das auf den letzten Drücker den 23-jährigen Stürmer Babacar Gueye von Hannover 96 verpflichtete.

“Ich vertraue diesem Kader”, das hat Robin Dutt ja mehrmals deutlich gemacht. Ein Vertrauen, das seine Elf zu Beginn zurückzahlte, die Spielkontrolle übernahm, die man später allerdings abgab. Zwingende Chancen sprangen dabei nicht heraus, weil der letzte Pass meist nicht ankam, die Durchschlagskraft fehlte. So hatte Paderborn die erste Gelegenheit. Torwart Manuel Riemann war bei einem Schuss von Antwi-Adjei mit dem Fuß zur Stelle (9.).

Die Partie war intensiv, umkämpft, auch: zerfahren mit Fehlern hier wie dort. Als Flügelstürmer Milos Pantovic nach Steilpass von Hinterseer in Paderborns Torwart Zingerle hinein rutschte, musste der Keeper behandelt werden, konnte aber weitermachen. Anders als Pantovic, der sich wenig später verletzte. Für ihn kam Gyamerah, der Mann für (fast) jede Position (20.).

Dann kam sie, die große Chance: Stefano Celozzi eroberte in der SCP-Hälfte den Ball, Robert Tesche schaltete schnell und schickte mustergültig Hinterseer. Frei vor Zingerle, schoss der Torjäger auf Torsuche aber meterweit am linken Pfosten vorbei (23.).

Auch der Aufsteiger hatte seine Möglichkeiten. Ben Zolinski scheiterte aus kurzer Distanz an Riemann, Antwi-Adjei verzog knapp, ehe Tom Weilandt in der Nachspielzeit mit der letzten Aktion vor der Pause ein Ausrufezeichen setzte. Ein Fehlpass von Gyamerah landete mit freundlicher Hilfe von Paderborns Strohdiek bei Tesche am Strafraumrand. Er legte quer, und Weilandt, sichtlich bemüht, versenkte den Ball flach im rechten Eck. 1:0 Bochum. Pause.

Mit Wut im Bauch kamen die heim- und offensivstarken Gastgeber aus der Kabine, die Defensive des VfL geriet prompt arg ins Schwimmen. So konnte Bochum nicht konsequent klären, Anthony Losilla traf zwar auch den Ball, Gjasula aber hob ab - Schiedsrichter Florian Badstübner zeigte auf den Punkt. Eine äußerst strittige Entscheidung, die der SCP zum Ausgleich nutzte (50.). Philipp Klement verwandelte den Elfmeter. Keine zwei Minuten später der nächste Schock: Zolinski schickte Torjäger Sven Michel, der frei vor Riemann cool blieb. 2:1. Paderborn drehte das Spiel in gut 100 Sekunden.

Bochum schüttelte sich, Maier gab ab Minute 58 sein VfL-Debüt. Celozzi ging, Gyamerah übernahm die rechte Abwehrseite; zehn Minuten späer kam mit Ganvoula für Weilandt ein weiterer Stürmer. Der VfL, lautstark angefeuert von rund 2000 mitgereisten Fans, gab sich nicht auf. Und belohnte sich: Losilla schickte traumhaft Kruse, der von rechts querlegte auf Ganvoula. Der Joker traf, wie schon in Duisburg. 2:2 (78.). Und hätte den Abend fast noch gekrönt, als sein Schuss haarscharf am rechten Pfosten vorbeiging.

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen