Bochum

Hoogland begeistert beim VfL mit spektakulärer Rettungstat - die Noten nach dem 1:1 gegen Aue

Stark: Bochums Abwehrspieler Tim Hoogland.
Stark: Bochums Abwehrspieler Tim Hoogland.
Foto: Udo Kreikenbohm / WAZ FotoPool

Bochum. Noten von 2,5 bis 4,5: So bewerten wir die Leistung der Spieler des VfL Bochum beim 1:1 gegen Zweitliga-Abstiegskandidat Erzgebirge Aue.

Tor und Abwehr

  • Manuel Riemann: Zu Beginn der Partie war Bochums Torhüter häufig gefordert. Dabei unterlief ihm ein Fehler, den Kvesic beinahe bestraft hätte (9.). Besser hatte der VfL-Kapitän ausgesehen, als er dessen ersten Torschuss noch entscheidend an den Pfosten lenkte (2.). Bei hohen Bällen war er später sicherer. Im zweiten Durchgang war er kaum gefordert. Rettete in der 86. Minute stark gegen Fabio Kaufmann. Note: 2,5
  • Pawel Dawidowicz: Spielte zunächst auf der rechten Abwehrseite, ho. Nach der Umstellung auf eine Dreierkette war der Pole voll im Spiel und hatte das Abwehrzentrum gut im Griff. Note: 3
  • Tim Hoogland: Mit einer spektakulären Rettungstat gegen Mario Kvesic (9.) verhinderte der Innenverteidiger eine frühere Führung der Gäste. Hoogland wirkte im Abwehrzentrum sicherer als Bastians. Der gebürtige Marler leitete außerdem die erste Chance der Bochumer ein, als er Quaschner auf die Reise schickte, der Stürmer aber noch abgefangen wurde (20.). Dann drosch er nach Losilla-Vorlage aus 15 Metern Entfernung über das Tor (26.). Sah in der 60. Minute Gelb, weil er sich mit Torhüter Männel anlegte. Note: 2,5
  • Felix Bastians: Bochums Abwehrchef gehörte mit einigen Abstrichen zu den Besseren seiner Elf. In der 59. Minute hatte er die bis dahin beste Chance für den VfL, als er Torhüter Männel in die Arme köpfte. Kurz darauf bereitete er den Treffer von Wurtz zum Ausgleich vor (62.). Note: 3
  • Nico Rieble (bis 46.): Der Außenverteidiger war immer dann überfordert, wenn es für ihn darum ging, Pavlidis in der Offensive zu finden. Blieb zur Pause in der Kabine. Bis dahin hatte er keine besonders auffällige Vorstellung abgeliefert. Note: 4

Mittelfeld und Angriff

  • Dominik Wydra: Sein Schuss in der 32. Minute war der erste, bei dem Aues Torwart Martin Männel eingreifen musste. War zunächst der stabilere der beiden Sechser, allerdings kamen seine Pässe kaum an. Nach der Pause ließ er nach. Note: 4
  • Anthony Losilla: Verschuldete den Elfmeter, der zum 1:0 für Aue führte (11.). Im Mittelfeld wirkte er häufig orientierungslos. Sah in der 43. Minute Gelb, seine fünfte in der Saison – damit fehlt er im nächsten Spiel in Sandhausen. Nach dem Wechsel wurde er stärker, dribbelte sich immer wieder durch die Abwehr der Sachsen und hatte ein gutes Auge für seine Mitspieler. Note: 3
  • Selim Gündüz (bis 46.): Er war bemüht, hatte Ideen, aber auch die brachten nicht den erwünschten Erfolg. In der Pause fiel er der taktischen Umstellung von Trainer Verbeek zum Opfer und musste in der Kabine bleiben. Note: 3,5
  • Johannes Wurtz: Als der VfL nach einer guten Stunde ins Spiel gefunden hatte, hatte auch Wurtz seine Schwerfälligkeit abgelegt. Mit viel Ruhe und Übersicht erzielte er den 1:1-Ausgleich (62.). Im ersten Durchgang litt er jedoch darunter, dass Aue die Räume gut zustellte und dem VfL damit die Passwege in die Sturmspitze verbarrikadierte. Note: 2,5
  • Evangelos Pavlidis (bis 75.): Der U19-Spieler wurde nur selten angespielt, konnte daher über die linke Seite keine Impulse setzen. Er bemühte sich, aber fand keine Mittel. Note: 4
  • Nils Quaschner: Der bullige Stürmer wartete vergeblich auf Pässe. Wenn er dann doch angespielt wurde, war er bei Hertner und Rizzuto gut aufgehoben. Es war kein gutes Spiel des Sommer-Zugangs aus Leipzig. Note: 4,5

Die eingewechselten Spieler

  • Jan Gyamerah (ab 46.): In der 74. Minute hatte er die Chance, die Bochumer Führung zu erzielen, schlug aber einen Haken zu viel. Der junge Verteidiger, der unter der Woche seinen Vertrag verlängert hatte, sprühte vor Einsatzfreude. Note: 3,5
  • Marco Stiepermann (ab 46.): Er wurde zur Pause eingewechselt, kam dann über die linke Seite. Nach der Einwechslung von Görkem Saglam im zentralen offensiven Mittelfeld. Agierte mit viel Übersicht, spielte eine solide Rolle. Note: 3,5
  • Görkem Saglam (ab 75.): Er kam für Pavlidis. Ohne Note

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