Handspiel! Weilandt leitet Bochum-Pleite gegen Dresden ein

Enttäuschung bei den Spielern des VfL Bochum.
Enttäuschung bei den Spielern des VfL Bochum.
Foto: firo
Der VfL Bochum hat sein Heimspiel gegen Dynamo Dresden mit 0:1 verloren. Tom Weilandt leitete mit der Hand die Pleite ein. Die Einzelkritik

Manuel Riemann (3): Parierte in der ersten Halbzeit einmal glänzend, insgesamt im Spiel nicht oft gefordert. Beim Elfmeter zum 0:1 ohne Abwehrchance.

Jan Gyamerah (4): Zu Beginn mit unnötigen Ballverlusten im Spielaufbau. In der Offensivbewegung sehr agil und auffällig. Das ging zum Teil auf Kosten der defensiven Stabilität. Besonders im ersten Durchgang wurde Dresden oft über seine Seite gefährlich.

Tim Hoogland (2): Sehr starker Auftritt vom Abwehrboss. Klärte in der 36. Minute nach einem Dynamo-Volley bärenstark mit dem Kopf zur Ecke. Ansonsten auch im Umgang mit seinen Mannschaftskollegen positiv.

Maxim Leitsch (3): Konnte sich am überzeugenden Auftritt seines Nebenmanns orientieren und gewann so Sicherheit. Im Verbund mit Hoogland unterband er knifflige Szenen souverän.

Timo Perthel (3): Ersetzte den verletzten Danilo Soares auf der linken Abwehrseite - und erledigte seinen Job solide. Der erste Startelfeinsatz seit fast zwei Jahren wird ihm Auftrieb geben.

Robert Tesche (3): Agierte zwischen Genie und Wahnsinn. Spielte zum Teil unerklärliche Fehlpässe ins Aus, brillierte dann aber wieder mit starken Diagonalbällen in die Tiefe.

Anthony Losilla (2): Sehr auffälliger Auftritt des Kapitäns. Präsentierte sich zweikampfstark und hatte im ersten Durchgang zwei exzellente Torchancen - eine davon per Volley. Dazu: laufstark und mit guter Kommunikation.

Tom Weilandt (4): Er wird sich wohl selbst am meisten ärgern. Verursachte in der 38. Minute mit einem klaren Handspiel den Elfmeter zum 0:1 - und leitete damit die zweite Saisonniederlage des VfL ein.

Sebastian Maier (2): Ballerte aus allen Lagen auf das Tor der Dresdener. Hatte Mitte der zweiten Halbzeit Pech, als sein Distanzschuss nur auf die Latte ging. Bot sich oft in den richtigen Räumen an und verschaffte sich durch seine Laufstärke immer wieder Vorteile.

Lukas Hinterseer (4): Gegen Dresden ein Opfer des Systems in der ersten Halbzeit. Agierte in der Defensive als rechter Außenspieler, in der Offensive rückte er ins Zentrum. Seine Last-Minute-Chance, ein Schuss aus fünf Metern, ging weit am Tor vorbei.

Silvere Ganvoula (4): Im 4-4-2-System verloren. Bekam so gut wie kein Zuspiel im gegnerischen Strafraum, dadurch konnte er seine Abschlussstärke nicht einbringen. Musste sich die Bälle tief abholen, da wurden technische Mängel sichtbar.

Chung-Yong Lee, ab 46. für Ganvoula (3): Ersetzte den glücklosen Ganvoula. Bei jeder Aktion mit „Lee“-Rufen gefeiert. Hatte in der 65. Minute den Ausgleich auf dem Kopf - brachte aber keinen Druck hinter seinen Versuch.

Sidney Sam, ab 79. für Tesche: Sein Linksschuss in der 85. Minute war die letzte Gelegenheit zum Ausgleich für den VfL.

 
 

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