Goosen: Vom Promi-Fan zum Aufsichtsrat

Ralf Ritter
„Jeder, der nicht mithilft, den Verein nach vorne zu bringen, ist nicht zu gebrauchen“, sagt Frank Goosen. Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool
„Jeder, der nicht mithilft, den Verein nach vorne zu bringen, ist nicht zu gebrauchen“, sagt Frank Goosen. Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Es ist nur eine Formsache, dass Frank Goosen an diesem Montag bei der Mitgliederversammlung des VfL in den Aufsichtsrat gewählt wird. Nach dem 0:2 gegen Fürth kritisierte er den Teil der Fans, die das Stadion vor dem Abpfiff verlassen hatten.

Goosens Aufstieg vom Promi-Fan aus Block B zum Funktionsträger des Vereins ist seit Wochen ein multimediales Thema. Kein Wunder, dass Goosens Meinung gefragt war. Und Goosen, (nicht erst) nach dem Abstieg von den Fans gefeierter Chefkritiker von Aufsichtsrat und Vorstand, überraschte doch ein wenig mit seiner Milde: „Dat war ein Drecksspiel“, setzte er gewohnt zackig an und meinte: „Hätten wir das 1:0 gemacht, hätten wir die 3:0 weggehauen.“

Seine Kernkritik richtete sich nicht gegen die Mannschaft, auch wenn „sicher vieles nicht so funktioniert“ habe - sondern gegen einige VfL-Kollegen aus Block B und anderen Stadionecken, es waren ja eh wieder nur rund 10 000 gekommen. „Man kann heute nicht sagen, die Jungs hätten nicht gekämpft. Die haben gefightet, alles versucht“ - und hätten deshalb Unterstützung bis zum Schluss verdient gehabt. „Dass die Leute in der 82. Minute nach Hause gehen, wo es 0:1 steht, das will ich nicht sehen.“

Gerade jetzt, so Goosen zur Frage nach seiner Kandidatur für den Aufsichtsrat, „wo es nicht läuft“, müssten „alle zusammenhalten. Jeder, der nicht mithilft, den Verein nach vorne zu bringen, ist nicht zu gebrauchen."