Der VfL Bochum will die gute Stimmung in die kommende Saison mitnehmen

Ralf Ritter
Zwei, die bleiben: Andreas Luthe, Marcel Maltritz.
Zwei, die bleiben: Andreas Luthe, Marcel Maltritz.
Foto: dpa
Mit einem Sieg gegen Union Berlin am Sonntag will Fußball-Zweitligist VfL Bochum die gute Stimmung, die es zuletzt gab und gibt, in die kommende Saison mitnehmen. Zumal der Sprung vom sicheren Platz 14 auf Rang 12, vorbei an Duisburg und St. Pauli, noch möglich "und Geld wert ist", wie Peter Neururer betont.

Bochum. Die gute Stimmung in Bochum und um den VfL, sagt Peter Neururer, müsse man mitnehmen in die nächste Saison - und dies geht eigentlich nur mit einem ordentlichen Abschluss. Und keinesfalls mit zwei Niederlagen zum Ende der Saison nach dem jüngsten 1:2 gegen den FSV Frankfurt. Zumal der „Sprung“ vom sicheren Platz 14 auf Rang 12, vorbei an Duisburg (gegen Paderborn) und St. Pauli (in Kaiserslautern), noch möglich „und Geld wert ist“, wie Neururer betont. Nach der Abschluss-Tabelle richtet sich auch ein Teil der Auschüttung der Fernsehgelder.

Vielleicht noch wichtiger aber ist wohl das Gefühl, mit denen die Mannschaft ihre Anhänger in die Pause schickt. Gegen Union Berlin am Sonntag (13.30 Uhr/live in unserem Ticker) also soll die stärkste Elf noch einmal für Freude sorgen unter den bisher 22500 Fans. Noch rund 3500 fehlen, und der VfL hätte in den letzten drei Heimspielen tatsächlich die 80 000er Marke gebrochen.

Euphorie um Peter Neururer

Dank der Euphorie um und mit Peter Neururer, der wie berichtet nicht nur heute mit blau-weißen Haaren zum Training (10 Uhr) erscheinen will, sondern vor allem in den finalen Verhandlungen mit dem Aufsichtsrat steckt über sein weiteres Engagement. Das übrigens auch die derzeitigen Co-Trainer Dariusz Wosz und Thomas Reis, neben Wunschkandidat Frank Heinemann, als enge Mitarbeiter vorsieht - geht es nach Neururer. „Ohne die Kenntnisse von Woschi und Reisi“, sagt der Trainer, „wären wir abgestiegen.“

Für die kommende Saison aber hat er bisher einen Kader beisammen, der höheren Ansprüchen als den nackten Kampf um den Klassenerhalt nicht genügt. Lediglich auf zwei Positionen sieht Neururer den VfL bereits so aufgestellt, dass er keine Zugänge mehr benötigt: im Tor (Andreas Luthe, Michael Esser) und in der Innenverteidigung (Marcel Maltritz, Jonas Acquistapace, Holmar Eyjolfsson, Patrick Fabian). Auf allen anderen Positionen gibt es Bedarf.

Nur Smail Morabit steht als Neuzugang fest

Zumal bisher ja nur ein externer Zugang feststeht, Offensivmann Smail Morabit (24) von Drittligist RW Erfurt. Aus dem eigenen Nachwuchs bereits gebunden hat man zudem die Außenverteidiger Jan Gyamerah und, mit einem Amateurvertrag, Fabian Holthaus sowie Stürmer Joel Reinholz. Auch Sven Kreyer, der nach Verletzungspause in der Rückrunde zum Torjäger des VfL II in der Regionalliga avancierte, sei vielleicht eine Option, sagt Neururer. Zurückkehren wird Vertragsamateur Daniel Engelbrecht, der zu den Stuttgarter Kickers ausgeliehen war, zuletzt meist spielte, allerdings erst ein Tor erzielte. Ob der Schalker Offensive Manuel Torres, dessen Berater laut „Reviersport.de“ Neururer bei einem ersten Termin hat sitzen lassen, kommen kann, ist fraglich.