Bochum

Der VfL Bochum hat sich aus dem gröbsten Schlamassel befreit

Torschütze für den VfL Bochum: Robbie Kruse.
Torschütze für den VfL Bochum: Robbie Kruse.
Foto: Udo Kreikenbohm / FUNKE Foto Services

Bochum. Welch eine Erleichterung, die sich da offenbarte beim VfL Bochum. Zweimal in Folge hatte der Aufstiegs-Kandidat, so lautet das klare Ziel, verloren; zweimal hatte der VfL trotz phasenweise attraktiven Fußballs, trotz gefälliger Auftritte, trotz jeweiliger Führung keine Punkte mitgenommen. Vor den Sonntags-Spielen der achten Runde in Liga zwei, vor dem dritten Spiel des VfL binnen acht Tagen nach dem 1:2 gegen Heidenheim und dem 1:3 in Nürnberg, war Bochum auf einen Relegationsrang abgerutscht - auf Rang 16!

Alarmstufe Rot, keine Frage, und das nur zwei Wochen vor der historischen Mitgliederversammlung, in der die Ausgliederung der Profiabteilung beschlossen werden soll.

Der Druck war immens, auch wenn das alle Verantwortlichen und Beteiligten immer gerne ein wenig herunterspielen. Die Spieler und ihr Trainer, der Bundesliga-Neuling Ismail Atalan, haben diesen Druck in positive Energie umgewandelt. Mit viel Einsatz, Zweikampfhärte, Aggressivität, Geschlossenheit, weniger mit spielerischer Leichtigkeit hat sich der VfL aus dem gröbsten Schlamassel befreit; vorerst natürlich, das Fußballgeschäft ist ja arg schnelllebig geworden.

Ja doch: Gestern zählte nicht die Schönheit des Spiels, es zählte das nackte Ergebnis. Und mit einem weiteren Erfolg in Kiel könnte Bochum sogar wieder ans obere Drittel anklopfen.

Rasante, verrückte Fußball-Welt.

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