Bochum

Das Kreuzband: VfL Bochums Pantovic fällt wochenlang aus

Zusammenprall mit Folgen. Milos Pantovic rutschte in Paderborns Torwart Leopold Zingerle hinein. Der Keeper konnte weitermachen, der Bochumer wurde ausgewechselt.
Zusammenprall mit Folgen. Milos Pantovic rutschte in Paderborns Torwart Leopold Zingerle hinein. Der Keeper konnte weitermachen, der Bochumer wurde ausgewechselt.
Foto: Christopher Neundorf/firo

Bochum. Milos Pantovic sah die Gelbe Karte, nachdem er in Paderborns Torwart Leopold Zingerle hineingerauscht war beim hitzigen Spiel am vergangenen Freitag. Eine Strafe, mit die er gut leben konnte. Anders als mit den körperlichen Folgen: Während Zingerle nach kurzer Behandlung weiterspielen konnte, musste Pantovic fünf Minuten später das Feld verlassen. Eine Knieverletzung machte dem 22-jährigen Zugang vom FC Bayern II das Weiterspielen unmöglich. Nicht nur in Paderborn, sondern auch in den kommenden Wochen. Vielleicht Monate wird der Flügelstürmer nur zusehen können.

Eine MRT-Untersuchung ergab nun eine Verletzung des hinteren Kreuzbandes, erklärte VfL-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz. „Wir werden diese Verletzung zunächst konservativ behandeln, in den kommenden sechs Wochen wird Milos eine Schiene tragen müssen“, so Schindzielorz. „Uns allen tut es für ihn sehr leid, denn er hat eine wirklich exzellente Vorbereitung gespielt und den Sprung von der Regionalliga in die 2. Bundesliga richtig gut gemeistert.“ Pantovic stand bisher in allen fünf Pflichtspielen in der Startelf, gegen Köln erst zentral offensiv, dann auf der Außenbahn.

Donnerstag gegen Mönchengladbach

Wenn der VfL am Donnerstag gegen den gut in die Bundesliga-Saison gestarteten VfL Borussia Mönchengladbach spielt (18.30 Uhr in Willingen), werden neben den verletzten Jannik Bandowski, Thomas Eisfeld und Pantovic auch einige Nationalspieler definitiv nicht dabei sein.

Unterwegs sind bereits drei Bochumer Profis, die von ihren Verbänden nominiert worden sind. Weiterhin im Kader Australiens ist WM-Teilnehmer Robbie Kruse, der junge Vater wird aber keinen Einsatz haben. Wie seine 28 weiteren Teamkollegen auch. Australien bestreitet kein Spiel, sondern trifft sich nach dem enttäuschenden WM-Vorrunden-Aus in einem Trainingscamp in der Türkei.

Dort will sich der neue Trainer Graham Arnold ein Bild von seiner Auswahl machen. Auf sein siebtes Länderspiel hofft dagegen der 22-jährige Silvere Ganvoula, der mit zwei Treffern für Bochum bereits nachdrücklich auf sich aufmerksam gemacht hat. Sein Heimatland Kongo trifft in einem Qualifikationsspiel für den Africa-Cup am Sonntag, 9. September (16.30 Uhr), in Brazzaville auf Zimbabwe.

Ekincier hofft auf U21-Einsatz

Nominiert wurde auch Jungprofi Baris Ekincier, und zwar für die U 21 von Aserbaidschan. Das Nachwuchsteam bestreitet zwei Qualifikationsspiele für die U 21-Europameisterschaft im kommenden Jahr. Am Donnerstag geht es in Baku gegen Israel, am 11. September gegen Norwegen, ebenfalls in der Hauptstadt. Ekincier hat bisher zehn Länderspiele für jüngere Junioren-Teams von Aserbaidschan bestritten, ein Einsatz in der U 21 wäre aber eine Premiere für den Offensivmann, der bei den VfL-Profis bisher nur im Pokalspiel in Flensburg zum Einsatz kam.

Tom Baack und Vitaly Janelt trainieren dagegen vorerst weiter beim VfL. Die Talente wurden für die deutsche U 20-Nationalmannschaft nur auf Abruf nominiert. Das DFB-Team trifft am 7. September in Elversberg auf Tschechien. Anpfiff ist um 18 Uhr.

 
 

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