Bochum braucht noch zwei weitere Siege

Ist seit seinem „Amtsantritt“ in Bochum und damit seit 270 Minuten mit seiner Mannschaft ohne Gegentor: Peter Neururer.
Ist seit seinem „Amtsantritt“ in Bochum und damit seit 270 Minuten mit seiner Mannschaft ohne Gegentor: Peter Neururer.
Foto: dpa
Trotz des 1:0-Sieges in Sandhausen, trotz dreier Erfolge hintereinander: Will der VfL Bochum im Abstiegskampf nicht auf die Konkurrenz schauen müssen, sollte er noch zwei der restlichen drei Spiele gewinnen. „Einige Punkte fehlen zwar noch“, sagte Peter Neururer am Freitagabend, „aber die Mannschaft hat gezeigt, dass sie dazu imstande ist“.

Bochum.. „Es ist super, dass wir die Euphorie mitnehmen können in das Heimspiel gegen Köln“, sagte Andreas Luthe. Nach dem viel zu dürftigen 1:0-Erfolg in Sandhausen dürfen sich die Profis des VfL Bochum am kommenden Samstag auf eine Erstliga-Kulisse und die entsprechende Atmosphäre freuen (13 Uhr/live bei uns im Ticker). Mit drei Siegen in Folge haben die Bochumer die Tür zum Klassenerhalt weit aufgestoßen, aber durchgehen müssen sie schon noch.

Wer nämlich nun meint, die Arbeit sei bereits erledigt, kann böse auf die Nase fallen. Es ist gut möglich, dass in dieser Spielzeit 40 oder sogar 41 Punkte nötig sein werden, um der Relegation zu entgehen. Schließlich wäre es keine Sensation, würde Dynamo Dresden (31 Punkte) seine restlichen drei Spiele - gegen Paderborn, in Aalen und gegen Regensburg - komplett erfolgreich bestreiten. Und es wäre auch keine Überraschung, brächte es Erzgebirge Aue (34 Punkte) mit einem neuen Trainer anstelle des am Sonntag gefeuerten Karsten Baumann - beim Aufsteiger Hertha BSC, gegen Ingolstadt und in Sandhausen - noch auf mindestens sechs Punkte. So gesehen schmerzt es umso mehr, dass der VfL das Preisschießen in Sandhausen nach dem Seitenwechsel nicht erfolgreicher gestalten konnte. Fünf, sechs, sieben Treffer waren möglich - aber vor dem gegnerischen Tor fehlte die letzte Konsequenz und Abgebrühtheit. Womit das möglicherweise am Ende wichtige Torverhältnis heikel bleibt.

St. Pauli zurück im Abstiegskampf

Gut nur, dass nach der 2:3-Niederlage gegen die Hertha mit dem FC St. Pauli (36 Punkte) ein Überraschungsgast plötzlich wieder mit in der Verlosung ist. Die Hamburger treten noch in Duisburg an, gegen Braunschweig und in Kaiserslautern - kein ganz einfaches Programm.

Für den VfL gilt: Man hat trotz des nun aufgehübschten Tabellenbildes weiterhin nichts zu verschenken. Mit sechs Punkten aus den folgenden drei Partien hätte man sein Schicksal in die eigenen Hände genommen und wäre nicht mehr auf Ausrutscher der Konkurrenten angewiesen. Das muss die Richtschnur sein.

„Vielleicht haben wir uns ein Tor aufgehoben für die nächste Woche“, sagte Marcel Maltritz, der den goldenen Treffer in Sandhausen erzielt hatte, nach dem Abschluss-Desaster mit Blick auf die Partie gegen den 1. FC Köln. In welcher nervlichen Verfassung sich dann die Kölner befinden werden, hängt wohl auch davon ab, mit welchem Ergebnis Kaiserslautern das Montagspiel in Cottbus beenden wird. Beim 1:1 gegen die Münchener „Löwen“ haben die Rheinländer jedenfalls wichtige Punkte liegen gelassen. Unter Druck werden jedoch sowohl der VfL Bochum als auch der 1. FC Köln stehen am kommenden Samstag.

VfL-Startformation hat sich festgespielt

Dabei kann der VfL immerhin auf eine kleine Erfolgsserie bauen. Drei Siege in Folge hatte es zuvor in dieser Saison noch nicht gegeben, auch nicht drei Spiele hintereinander ohne Gegentor. „Einige Punkte fehlen zwar noch“, sagte Peter Neururer am Freitagabend, „aber die Mannschaft hat gezeigt, dass sie dazu imstande ist“.

Und diese Mannschaft dürfte am kommenden Samstag zum vierten Mal in unveränderter Startformation den Rasen betreten. Zwar musste Mirkan Aydin in Sandhausen wegen einer Wadenverletzung am bereits lädierten Bein ausgewechselt werden, doch es handele sich diesmal nur um einen minder schweren Fall, eine Prellung, so lautete die erste Diagnose. Aydins Einsatz gegen Köln sollte also nichts im Wege stehen.

 
 

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