Bochum

Bochum bangt vor Sandhausen-Spiel um den Einsatz von Tesche

Soll nach Möglichkeit wieder spielen in Sandhausen: Robert Tesche.
Soll nach Möglichkeit wieder spielen in Sandhausen: Robert Tesche.
Foto: Udo Kreikenbohm
Noch konnte Robert Tesche nicht trainieren. Thomas Eisfeld könnte ihn ersetzen. In Sandhausen trifft der VfL auf das Defensivbollwerk der Liga.

Bochum. Es regnete ohne Unterlass, als die Profis des VfL Bochum am Dienstagnachmittag erstmals in dieser Woche den Trainingsrasen betraten. 20 Feldspieler und vier Torhüter wühlten das ohnehin längst arg lädierte Grün weiter auf. Einer, der beim Spiel in Sandhausen am Samstag (13 Uhr) unbedingt dabei sein soll, fehlte aber noch.

Robert Tesche, Siegtorschütze von Ingolstadt und unter Heiko Butscher und Robin Dutt zum Stabilisator im Mittelfeld aufgestiegen, klagt noch über Rückenprobleme. Er wurde gespritzt, so der VfL, sollte gestern aussetzen und vielleicht auch noch morgen. Läuft es nach Plan, steigt der 30-Jährige spätestens am Donnerstag wieder ein und fährt mit nach Sandhausen. Sicher aber ist das nicht.

Fast alle Stammkräfte sind am Ball

Der Ausfall würde schmerzen, das verschweigt Trainer Robin Dutt nicht, auch wenn er zugleich natürlich denen Mut macht, die dann einspringen müssen: „Auch dann werden wir eine Lösung finden“, sagte der VfL-Trainer und meint: eine Ersatz-Lösung für sein Stammduo im Mittelfeldzentrum, Anthony Losilla und Robert Tesche.

Losilla, zuletzt in Topform, fehlt ja wegen seiner fünften Gelben Karte. Für ihn dürfte wie gegen Kiel, als Tesche aussetzte, Vitaly Janelt auflaufen. Als Partner (und Alternative) wäre Thomas Eisfeld die naheliegendste Option. Der Mittelfeldspieler fehlte im Kader gegen Kiel, weil er erkrankt war, stand aber gestern wieder auf dem Platz. Auch Stefano Celozzi (nach Wadenproblemen) war im Einsatz, genau wie alle weiteren Stammkräfte.

Kreativität wird nötig sein

Kreativität, vielleicht wieder eine starke Standardsituation wie in Ingolstadt, als Tesche eine Ecke von Stöger veredelte, werden nötig sein beim SV Sandhausen, um den Sieg einzufahren. Der SVS hat erst 24 Gegentore kassiert, das ist mit Abstand Liga-Bestwert. Er liegt in der Heimtabelle auf Rang fünf mit 24 Punkten, er hat am Hardtwald sieben Mal gewonnen und erst drei Mal verloren - früh in der Saison gegen Düsseldorf und Duisburg und zuletzt am 24. November gegen Heidenheim (1:2). Zuletzt gab es nur ein 1:1 in Aue sowie auswärts 1:2-Niederlagen in Berlin und Regensburg.

Das Team von Kenan Kocak, das in diesem Jahr genau wie der VfL erst acht Punkte geholt hat, verpasste damit den sensationell anmutenden Sprung Richtung Rang drei.

Ein Verdienst der stabilen Defensivarbeit. Aber auch ein Ex-Bochumer im Sturm hat seinen Anteil am Erfolg: Richard Sukuta-Pasu zählt zum Stamm, hat sechs der 29 Tore selbst erzielt und eines vorbereitet. In Regensburg fehlte der 27-Jährige wegen eines Hexenschusses - und wurde schmerzlich vermisst. Definitiv fehlen wird gegen den VfL der im Mittelfeld gesetzte Nejmeddin Daghfous (fünfte Gelbe Karte).

Einen statistischen Mutmacher liefert Bochum ausgerechnet die Premiere von Ex-Trainer Jens Rasiejewski, der 2:0-Sieg im Hinspiel. Es ist bis heute Sandhausens höchste Saisonniederlage.

 
 

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