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Tipico wird Partner der Bundesliga - und sofort gibt es Kritik

Eine Werbebande von Tipico steht am Spielfeldrand.
Eine Werbebande von Tipico steht am Spielfeldrand.
Foto: firo

Essen. Der Sportwettenanbieter Tipico hat mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) über die Tochtergesellschaft Bundesliga International einen Sponsoringvertrag abgeschlossen. Der Kontrakt hat eine Laufzeit bis einschließlich der Saison 2020/21 und beginnt bereits in diesem Monat. Tipico erhält ab sofort den offiziellen Partnerstatus und darf unter anderem mit den Wettbewerbslogos der Bundesliga und 2. Liga werben.

"Die Vereinbarung mit der DFL als offizieller Partner der Bundesliga und 2. Bundesliga unterstreicht unser Selbstverständnis als mitreißende Fußballmarke, die Teil des Spiels ist. Die Bundesliga und Tipico. Das ist elektrisierende, packende Spannung und pure Leidenschaft", sagte Marlon van der Goes, Chief Commercial Officer, Tipico Co. Ltd.

Gleichzeitig erwirbt Tipico ab der Saison 2018/19 ein in den Medienverträgen der DFL verankertes Erstverhandlungsrecht und sogenannte "Matching Offer Right" in Bezug auf bestimmte Sonderwerbeformen bei nationalen Lizenznehmern sowie Branchen-Exklusivität bei entsprechenden Buchungen. Und schließlich wird der neue Partner im Rahmen eines Digitalpakets auf den medialen Plattformen der DFL eingebunden. Die werbliche Nutzung von Klub-Rechten ist indes nicht Vertragsbestandteil.

Transparency International Deutschland kritisiert den Vertrag

Kritisiert wurde der Vertrag von Transparency International Deutschland. "Solch ein Sponsoring zu betreiben, ohne Maßnahmen zur Bekämpfung von Spielmanipulationen auszuweiten und offensiv auf die Gefahren der Spielsucht – gerade auch für junge Fußballer – hinzuweisen, steht der von der DFL immer wieder betonten Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung entgegen", sagte Sylvia Schenk, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport.

Zwar habe die DFL 2010 unter anderem mit Transparency Deutschland ein Präventionsprojekt zu Spielmanipulationen entwickelt, dieses sei seitdem aber nur unzureichend ausgebaut worden. Unter anderem ein generelles Wettverbot auf jegliche Fußballspiele für alle aktiven Spielerinnen und Spieler solle ausgesprochen werden. (sid)

 
 

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