Ticketpreise können den Fußballclubs schaden

Essen.. In unschöner Regelmäßigkeit erhöhen Bundesliga-Klubs Eintritts- und Cateringpreise. Doch bleibt der Fußball nicht für alle Fans bezahlbar, droht den Vereinen ein böses Erwachen. Ein Kommentar.

Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld? Der verkürzte Refrain des Gassenhauers droht in der Bundesliga ein Thema zu werden. Inzwischen erhöhen die Klubs vor fast jeder Saison ihre Eintrittspreise. Und berechnen dazu gerne Topzuschläge: In Schalke beim Spiel gegen Mainz, in Dortmund, wenn Köln aufläuft.

Bei einem Stadionbesuch kommen so für Karte, Reisekosten, Wurst, Bier und Schal schnell 60 Euro zusammen. Die Bundesliga muss aber, auch im Interesse der Klubs, bezahlbar bleiben. Sonst werden die jungen Fans vergrätzt, die im gesetzteren Alter den Stehplatz gegen einen Sitzplatz eintauschen sollen. Der Derby-Boykott der BVB-Fans ist ein Warnsignal. Sie zeigen im wichtigsten Spiel des Jahres, dass sie nicht jeden Preissprung mitmachen.

An dieser Stelle ist übrigens etwas Mitleid für die Fans von Bayern München angebracht. Sie müssen bei fast jedem Auswärtsspiel den Top-Zuschlag bezahlen - also auch, wenn es gegen Hannover oder Hoffenheim geht.

EURE FAVORITEN