Teuerer als Hummels und Götze: Antonio Rüdiger wechselt für unglaubliche Ablöse nach Chelsea

Antonio Rüdiger wechselt nach Chelsea.
Antonio Rüdiger wechselt nach Chelsea.
Foto: firo
  • Der Transfer ist perfekt
  • Abwehrspieler Antonio Rüdiger wechselt vom AS Rom zum FC Chelsea
  • Die Ablösesumme soll 38 Millionen Euro betragen
  • Er ist damit teurer als Hummels und Götze

Rom. Antonio Rüdiger wagt das Abenteuer Premier League. Der deutsche Fußball-Nationalspieler verlässt den AS Rom und wechselt zum englischen Meister FC Chelsea in den Westen der nächsten Weltstadt: London.

Die Blues gaben die Verpflichtung des Confed-Cup-Siegers für fünf Jahre bis 2022 am Sonntag bekannt.

Großartiges Gefühl

"Das ist ein großartiges Gefühl, denn nicht jeder bekommt die Chance, zu solch einem großen Verein zu wechseln", sagte der 24 Jahre alte Innenverteidiger, der die Rückennummer 2 erhält. "Ich freue mich darauf, meine Mitspieler kennenzulernen, und bin sehr stolz, offiziell ein Chelsea-Spieler zu sein."

Die Ablöse für Rüdiger, der 2015 vom VfB Stuttgart für neun Millionen Euro Ablöse nach Rom gewechselt war, soll 38 Millionen Euro betragen und kann durch Nachzahlungen auf 40 Millionen steigen. Auch der Bundesliga-Aufsteiger Stuttgart profitiert: Der VfB soll vertragsgemäß rund 3,5 Millionen Euro Nachschlag erhalten.

Zweitteuerste Abgang der Klub-Historie

Rüdiger, der bei der Roma noch bis 2020 unter Vertrag stand, ist der zweitteuerste Abgang der Klub-Historie der Italiener hinter Mohamed Salah. Der ägyptische Nationalstürmer war im vergangenen Monat für 42 Millionen Euro zum FC Liverpool mit seinem deutschen Teammanager Jürgen Klopp transferiert worden.

Bei Chelsea soll Rüdiger eine zentrale Rolle einnehmen. Der italienische Meistertrainer Antonio Conte plant den gebürtigen Berliner für die Dreierreihe neben David Luiz und Gary Cahill ein, Cesar Azpilicueta könnte im 3-4-3 dann auf die rechte Außenbahn vorrücken.

Auch Manchester City war dran

Angeblich hatte sich auch Manchester City mit dem früheren Bayern-Trainer Pep Guardiola um Rüdiger bemüht, der bei der Mini-WM in Russland vier von fünf Spiele für das DFB-Team über die volle Distanz bestritten hat. In London trifft Rüdiger Mesut Özil, Shkodran Mustafi und Per Mertesacker - drei Weltmeister, die allesamt für den Stadtrivalen FC Arsenal im Einsatz sind.

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Confed-Cup-Sieger

Rüdiger ist der zweite Abwehrspieler aus dem siegreichen deutschen Confed-Cup-Team, der sich kurz nach dem Triumph in Sankt Petersburg einem neuen Klub angeschlossen hat. Zu Wochenbeginn war Weltmeister Matthias Ginter von Borussia Dortmund zu Borussia Mönchengladbach gewechselt.

Chelsea will noch weiter auf dem Transfermarkt aktiv werden und buhlt unter anderem um Linksverteidiger Alex Sandro von Italiens Rekordmeister Juventus Turin. Der Brasilianer ist allerdings auch bei Paris St. Germain ein Thema.

Rüdiger hatte sich zuletzt über Rassismus in den italienischen Stadien beschwer

Rüdiger hatte sich zuletzt massiv über den Rassismus in den italienischen Stadien beschwert. "Ich wurde in diversen Spielen mit 'uh, uh, uh' ausgebuht - und es ist nichts passiert. Das ist für mich unverständlich, dagegen muss gehandelt werden", sagte er. "Wir sind im Jahr 2017, meiner Meinung nach dürfte es das nicht geben. Man sieht so viele Plakate mit dem Slogan 'No to racism', aber in Italien passiert nicht viel."

Es sei viel zu einfach, wenn "Leute, die nicht dieselbe Hautfarbe haben, sagen, wir sollen ruhig bleiben. Sie werden nie wissen, wie es sich anfühlt. Deshalb sollte dagegen hart vorgegangen werden."

 
 

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