Oberhausen

So rasten die RWO-Fans nach dem Pokal-Los Sandhausen aus

RWO-Fans fiebern dem DFB-Pokal entgegen.
RWO-Fans fiebern dem DFB-Pokal entgegen.
Foto: Sebastian Stachowiak
Rot-Weiß Oberhausen trifft in der ersten Runde des DFB-Pokals auf den Zweitligisten SV Sandhausen. Fans und Verantwortliche sind unzufrieden.

Oberhausen. Rund 150 Oberhausener Fans hatten am Freitagabend im VIP-Raum neben der RWO-Geschäftsstelle auf einen Pokal-Kracher gehofft. Die Anspannung war deutlich zu spüren, auch Präsident Hajo Sommers machte keinen Hehl daraus. Schließlich ging es nicht nur darum, einen attraktiven sportlichen Gegner zugelost zu bekommen. Es stand äußerst viel Geld auf dem Spiel. Ein namhafter Gegner sollte das Stadion Niederrhein vollmachen und für eine satte Einnahme sorgen. "Ich bin nervöser als bei jedem scheiß Meisterschaftsspiel", erklärte Sommers. Doch Losfee Palina Rojinski erwies sich als großer Spielverderber und zog den SV Sandhausen aus der Lostrommel.

Die Reaktionen in einem Video von "Ruhrkick.TV" zeigen deutlich, was die Oberhausener Anhänger von diesem Los halten. Einige RWO-Fans ließen ihrem Frust freien Lauf. Es wurde laut geflucht und wild gestikuliert. Andere rauften sich enttäuscht die Haare. Glückliche Gesichter waren nicht zu sehen. Der SV Sandhausen gehörte zu den wenigen Gegnern, die der Niederrheinpokalsieger unbedingt vermeiden wollte.

Sommers: "Das Schlimmste, was uns passieren konnte"

RWO-Boss Sommers nahm nach der Auslosung kein Blatt vor den Mund und sprach gegenüber "Ruhrkick-TV" offen aus, was auch die Fans dachten: "Für uns als Oberhausen ist das das Schlimmste, was uns passieren konnte", sagte er.

Der Klub aus Baden-Württemberg gilt nicht als Zuschauermagnet. Nur 6429 Besucher wurden in der abgelaufenen Saison bei den Heimspielen der Nordbaden im Schnitt gezählt. Kein Profiverein aus den ersten beiden Spielklassen hat weniger Zuschauer mobilisiert. In Oberhausen ist deshalb nicht mit einem vollen Gästeblock zu rechnen. RWO-Sportchef Jörn Nowak nahm im Gespräch mit RevierSport aber die eigenen Fans in die Pflicht: "Wir müssen für dieses Spiel alles mobilisieren. Es ist wichtiger als der Niederrheinpokal, denn wir rechnen uns gegen Sandhausen natürlich auch als Außenseiter etwas aus. Ein Sieg würde dem Verein sehr viel Geld einbringen", betonte Nowak.

 
 

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