Sky-Ärger: Duo aus NRW streamt Pay-TV zu Billigpreis – mit heftigen Konsequenzen

Hacker aus Köln und Aachen knackten Sky und haben nun mächtig Ärger am Hals. (Symbolbild)
Hacker aus Köln und Aachen knackten Sky und haben nun mächtig Ärger am Hals. (Symbolbild)

Köln. Sky für fünf Euro im Monat? Für das gesamte Angebot des Pay-TV-Senders? Das würden vor allem Sport-Fans wohl kaum ausschlagen. Zwei Männer aus Köln (27) und Aachen (28) machten diesen Traum für zahlreiche „Kunden“ wahr.

Wie der „Express“ berichtet gelang es dem 27-jährigen Informatiker und dem 28-jährigen Elektrotechniker Sky zu knacken. Über eigene Server stellten sie das Pay-TV-Programm auf drei Plattformen ins Netz. Für schlappe fünf Euro monatlich oder 25 Euro im halben Jahr.

Zwischen 2014 und 2016 sollen das Duo auf diese Weise 127.900 Euro Umsatz gemacht haben. Doch dann flog alles auf.

Hacker streamen Sky illegal ins Netz – das gibt mächtig Ärger

Wie die Kölner Zeitung berichtet, wurde der Fall am Freitag vor dem Kölner Amtsgericht verhandelt. Demnach gestanden die beiden Angeklagten, Sky-Abos unter falschen Namen abgeschlossen und danach das Sendesignal abgegriffen zu haben.

Die Höhe der Einkünfte bestritten die Männer jedoch. Sie hätten lediglich 81.000 Euro Umsatz gemacht. Die Staatsanwaltschaft ermittelte nicht nur wegen der unerlaubten Verwertung einer Funksendung sondern auch wegen Steuerhinterziehung. 8.500 Euro Umsatzsteuer fordert das Finanzamt. Auch die Mutter des Aacheners (62) geriet ins Visier der Ermittler.

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Mutter wegen Beihilfe verknackt

Die 62-jährige Sparkassen-Angestellte soll nach der vorläufigen Festnahme ihres Sohnes Geld auf ein neu eingerichtetes Konto überwiesen haben, „um Sky an einem Zugriff auf das Geld zu hindern“, zitiert der „Express“ die Staatsanwaltschaft.

Das Verfahren wegen Beihilfe und Verstößen nach dem Geldwäschegesetz wurde gegen eine Zahlung 4.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation eingestellt.

Hacker kassieren Haftstrafe auf Bewährung – jetzt droht Millionenklage

So einfach kamen die beiden Hacker jedoch nicht davon. Laut der Zeitung hagelte es für die beiden Männer Haftstrafen von 13 beziehungsweise 17 Monaten auf Bewährung.

Die Einnahmen aus dem Streaming-Angebot gehen außerdem direkt an Sky. Außerdem könnte dem Pay-TV-Sender mit Sitz in Unterföhring Schadensersatz zustehen. Angenommen alle Streaming-User hätten ein reguläres Abo abgeschlossen, sind Sky Einnahmen in Millionenhöhe entgangen.

Sollte Sky tatsächlich ein Zivilverfahren anstreben, droht den beiden Hackern womöglich der Bankrott.

 
 

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