Essen

Sensation! Neururer behält Job als Trainer der vereinslosen Profis

Peter Neururer beim Training der vereinslosen Profis 2017 in Duisburg-Wedau.
Peter Neururer beim Training der vereinslosen Profis 2017 in Duisburg-Wedau.
Foto: Lemm

Essen. Peter Neururer behält seinen Job als Cheftrainer des Proficamps der Spielergewerkschaft VdV. Vereinslose Spieler können sich im Sommer auf VdV-Kosten fithalten und an Testspielen teilnehmen. Die DFL unterstützt das bereits 16. Camp, das in diesem Jahr am 2. Juli beginnt. Testspiele gibt es in Österreich und gegen die U23 von Werder Bremen.

Neururer wartet seit seinem Aus beim VfL Bochum vor dreieinhalb Jahren auf einen Job im Profifußball. Er ist TV-Experte bei Sport1, Zeitungs-Kolumnist bei "Bild", hält Vorträge und steht als Assistenztrainer von Hans Sarpei in dessen Sendung "Das T steht für Coach" und eben beim VdV-Camp noch auf dem Platz.

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Vor einem Jahr sagte Neururer: „Ich bin nicht hier, um für mich selbst zu werben. Fernab davon werde ich die Jungs wieder angemessen auf den Alltag im Profi-Fußball vorbereiten.“ Vor einem Jahr bekam Neururer die Anfrage eines Zweitliga-Vereins und vom österreichen Erstligisten Sturm Graz, sich zu melden, falls interessante Spieler am Camp teilnehmen.

Die VdV bietet nicht nur das Training, die Unterbringung, Verpflegung und medizinische Betreuung. "Abseits des Platzes erhalten die Spieler Unterstützung vom in Bereichen wie Arbeitsrecht, Transferrecht, Sportpsychologie, Risikoabsicherung oder auch bei der Vorbereitung auf die nachfußballerische Berufslaufbahn", teilt die Gewerkschaft mit. Denn manche Spieler finden trotz des Camps keinen Verein mehr. DieVermittlungsquote lag 2017 immerhin bei 80 Prozent, 2016 sogar bei 90 Prozent.

Zahlreiche erfahrene Bundesliga-Profis nahmen in der Vergangenheit am Camp teil - zum Beispiel die ehemaligen A-Nationalspieler Christian Rahn und Lukas Sinkiewicz und ehemalige WM-Teilnehmer wie Delron Buckley. Torwart Sven Neuhaus schaffte den Sprung aus dem Camp zum Hamburger SV und feierte im Alter von 34 Jahren das Bundesliga-Debüt. (aer)

 
 

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