„Wenn ich ‚falsche Neun‘ höre, kriege ich einen Kloß im Hals“ – Schalke-Legende Klaus Fischer kritisiert Stürmer-Ausbildung

Klaus Fischer bemängelt die Stürmer-Ausbildung der Bundesligisten.
Klaus Fischer bemängelt die Stürmer-Ausbildung der Bundesligisten.
Foto: dpa
  • In den 70er und 80er Jahren traf Klaus Fischer wie er wollte
  • Heute sieht die Schalker Sturmlegende keine deustchen Stürmer mehr mit internationalem Format
  • Er macht die mangelnde Ausbildung der Bundesligisten dafür verantwortlich

Klaus Fischer gehörte er zu den besten Stürmern der Bundesliga, wurde im Schalke-Trikot Torschützenkönig und Pokalsieger und schoss das Tor des Jahrhunderts.

Heute sieht der Fallrückzieher-König in der Bundesliga keine wirklich guten Stürmer mehr.

„Ein Mittelstürmer ist ein Spezialist“

„Es gibt keinen deutschen Mittelstürmer mit internationaler Klasse“, sagte Fischer der Sport Bild.

„Das liegt an der Ausbildung. Die großen Experten von heute sagen: 'Ein Stürmer muss alles spielen können.' Nein, muss er nicht! Ein Mittelstürmer ist ein Spezialist. Diese Spezialisten muss ich ausbilden.“

„Da kriege ich einen Kloß im Hals“

Beim Gedanken an derzeit angesagte Spielsysteme ohne echter Spitze wird Fischer regelrecht sauer.

„Wenn ich schon falsche Neun höre, kriege ich einen Kloß im Hals. Wenn wir eine richtige Neun hätten, wären wir nicht im EM-Halbfinale gegen Frankreich rausgeflogen. Mit einem echten Torjäger verlierst du nicht 0:2, wenn du die bessere Mannschaft bist. Du brauchst Spieler, die Tore garantieren“, sagte Fischer.

Unterstützt wird er in seiner Ausbildungskritik von den Bundesliga-Legenden Uwe Seeler und Ulf Kirsten. Auch sie sehen eine fehlende Stürmer-Ausbildung in Deutschlands Top-Liga. (dso/sid)

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