Gelsenkirchen

Weltrekordversuch auf Schalke: Regisseur der Rudi-Assauer-Doku verrät, was jeder vom Ex-Manager lernen kann

Stilecht mit Zigarre und Pott: Schalke-Legende Rudi Assauer.
Stilecht mit Zigarre und Pott: Schalke-Legende Rudi Assauer.
Foto: imago
  • Am 4. Mai feiert die Rudi-Assauer-Doku Premiere
  • Don Schubert peilt einen Weltrekord in der Veltins-Arena an
  • Bei den Dreharbeiten lernte der Regisseur den ehemaligen Schalke-Manager von einer ganz neuen Seite kennen

Gelsenkirchen. Don Schubert (52) hat Großes vor: Zum 114. Geburtstag startet der Regisseur mit der Biographie „Rudi Assauer. Macher. Mensch. Legende.“ einen Weltrekordversuch. Zur größten Filmvorführung aller Zeiten braucht es 43.625 Zuschauer.

Hier alle Infos zur Premiere am 4. Mai 2018 in der Veltins-Arena ›››

Im Gespräch mit DER WESTEN verrät der 52-Jährige, warum die Dokumentation eine besondere Herausforderung war und welche Eigenschaft ihn an Rudi Assauer am meisten überrascht hat.

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„Die Krankheit ist nicht Rudi Assauer“

Auf Schalke ist Rudi Assauer eine lebende Legende. Der Mann, der Schalke aus den Schulden befreit hat und eine Zukunftsvision für den Revierverein hatte. Der Mann, der als ehrlicher Hund galt, einer der ein offenes Ohr hat und sich nicht verbiegen lässt.

Dann kam die Demenz. Die Krankheit, an der schon seine Mutter früh erkrankte. Für Don Schubert war das bei den Dreharbeiten eine „besondere Herausforderung“. Der Regisseur und sein Team wollten Rudi Assauer nicht vor die Kamera zerren, ihn nicht vorführen. „Die Krankheit ist nicht Rudi Assauer“, begründet Schubert diese Entscheidung.

„Dazu brauchst du richtig Eier in der Hose“

Stattdessen kommen zahlreiche seiner Weggefährten auf Schalke und engsten Vertrauten aus dem Familienkreise zu Wort. Schubert selbst kannte den 73-Jährigen nur aus dem Fernsehen: „Ich fand ihn als Typen immer cool. Ich hatte immer das Gefühl: Der Mann ist authentisch.“

Das Gefühl hat sich bestätigt. Dadurch hat der Regisseur noch viele weitere Facetten des Schalke-Machers kennengelernt. Dazu zählen „seine unfassbare Großzügigkeit“ und dass er jeden seiner Mitarbeiter gleich behandelte „egal ob Starspieler oder Parkplatz-Wächter“, so Schubert.

Ihn beeindruckte Assauers Art seine Ideen auch gegen Widerstände durchgesetzt zu haben. „Dazu brauchst du richtig Eier in der Hose, wie Rainer Calmund im Interview treffend sagte, und Eier hatte er.“

Assauers sanfte Seite

Das war die Rolle, in die Rudi Assauer In der Öffentlichkeit nur zu gerne schlüpfte: Ein beinharter Manager mit Macho-Image. Deshalb war der Regisseur bei den Dreharbeiten über eine Eigenschaft des ehemaligen Managers besonders überrascht: „Seine Sanftmut. Die hat er nur im Privaten gezeigt.“

Viele der Interviews fanden in Assauers Wohnzimmer statt, oft auch in seinem Beisein. „Dadurch ist eine besondere Atmosphäre entstanden“, berichtet der Regisseur.

„Wenn Rudi Assauer Fußball guckt, gibt er immer noch seine typischen Kommentare ab“

Wie bei vielen Leidgenossen mit Alzheimer hat Schubert während der Dreharbeiten lichte Momente bei Rudi Assauer festgestellt: „Vor allem wenn er Fußball guckt, gibt er noch immer seine typischen Kommentare ab.“

Im Mai haben die Schalke-Fans beim Weltrekord-Versuch die Gelegenheit, der lebenden Legende ein Denkmal auf Schalke zu setzen und dabei noch Gutes zu tun. Denn der gesamte Reinerlös der Veranstaltung geht an die „Rudi Assauer Initiative“.

Im Film „geht es um ein Kind mit einem Traum. Das Kind heißt Rudi Assauer. Und der hatte den Mut, seinen Weg zu gehen“, sagt Don Schubert und erklärt, was sich jeder vom Lebensweg des Rudi Assauer abgucken kann: „Er eignet sich als Vorbild, weil er sagt: ‚Du hast nur eine Chance: Nutze sie!‘.“

 
 

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