Gelsenkirchen

Wegen Disziplinlosigkeiten: Naldo liest Schalke-Youngstern um Avdijaj die Leviten

Mit Schalke in Mittersill: Abwehr-Routinier Naldo.
Mit Schalke in Mittersill: Abwehr-Routinier Naldo.
Foto: imago
  • Donis Avdijaj, Sydney Sam und Haji Wright durften nicht mit ins Schalker Trainingslager
  • Abwehrspieler Naldo fordert von den jungen Spielern mehr Ernsthaftigkeit

Gelsenkirchen. Am Dienstag ist der FC Schalke 04 in Mittersill angekommen, im Salzburger Land absolviert der Fußball-Bundesligist sein Trainingslager. Als einer von drei Spielern durfte Donis Avdijaj nicht mitreisen.

Wegen rein sportlicher Gründe, betonte Sportvorstand Christian Heidel, aber der 20-Jährige ist auch schon häufig durch seine Unzuverlässigkeiten aufgefallen. Mit all seiner Erfahrung gibt S04-Abwehrmann Naldo nun dem jungen Kollegen einen guten Ratschlag.

„Donis ist der bunte Vogel in unserer Mannschaft, was überhaupt nicht schlimm ist. Er macht viel Spaß“, sagte der 34 Jahre alte Brasilianer der Sportbild. Aber wie neulich beim Testspiel gegen Paderborn zu spät zum Abfahrtstermin zu erscheinen, „so etwas darf nicht wieder passieren. Disziplin und Ernsthaftigkeit sind im Fußball ganz wichtig. Wenn Donis das kapiert, kann er ein richtig guter Fußballer werden, denn er hat so viel Potenzial.“

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Naldo nutzte die Gelegenheit, an der Berufsauffassung vereinzelter junger Kollegen zu zweifeln: „Einige junge Spieler denken, wenn sie zwei, drei gute Spiele gemacht haben und bereits viel Geld verdienen, dass dann alles normal ist und man sich einiges erlauben kann. Aber das geht nicht. Auf dem Boden bleiben, das ist wichtig. Da können solche Dinge wie das Arbeiten für einen oder mehrere Tage im Fanshop hilfreich sein.“

„Ernsthaftigkeit und Disziplin sind ganz wichtig“

Christian Heidel hatte neulich angekündigt, statt Geldstrafen zu verhängen den Spielern Freizeit zu nehmen. Naldo begrüßt so einen Schritt grundsätzlich:

„Ernsthaftigkeit und Disziplin sind ganz wichtig. Dazu muss man kapieren, dass man als Fußballer auch Pflichten hat. Die Verbundenheit zu den Fans ist ganz wichtig. Da gehört es für uns Spieler dazu, nach jedem Training zum Beispiel 20 Minuten Autogramme zu schreiben oder Fotos mit den Anhängern zu machen. Heutzutage ist einiges anders als vor zehn Jahren. Heute gibt es auch Spieler, die meinen: Ich habe keinen Bock darauf, darum mache ich das nicht.“

(ab)