Was junge Spieler von Schalkes Ralf Fährmann lernen können

Stephan Schmidt, Schalkes U16-Trainer und Autor des Buches „Im Glanz des vierten Sterns“
Stephan Schmidt, Schalkes U16-Trainer und Autor des Buches „Im Glanz des vierten Sterns“
Foto: Thomas Schmidtke
Stephan Schmidt, Trainer der Schalker U 16-Fußballer, hat in seinem Buch „Im Glanz des vierten Sterns“ jede Menge Informationen für den Nachwuchs zusammengefasst.

Gelsenkirchen.. Sie sind Autor des Buchs „Im Glanz des vierten Sterns“. Warum lohnt es sich, das Buch zu lesen?

Stephan Schmidt: In meinem Buch geht es um die Entwicklung des deutschen Fußballs. Vor allem aus der Sicht der Vereine, aus der Sicht der Nachwuchsleistungszentren, die nach dem Jahr 2000 in Deutschland entstanden sind. Es ist spannend, zu sehen, was entstehen kann, wenn man mit Kontinuität und einem Leitfaden eine Entwicklung herbeiführt. Das Ergebnis ist, dass Deutschland mit einem Team, das sich kontinuierlich entwickelt hat, vor zwei Jahren Weltmeister geworden ist. Das ist die Krönung einer Generation, die in den Nachwuchsleistungszentren groß geworden ist.

In der Einleitung des Buchs schildern Sie das EM-Aus 2000, das 0:3 gegen Portugal. War dies der Wendepunkt des deutschen Fußballs?

Stephan Schmidt: In der Niederlage wird gründlicher analysiert als im Erfolg. Die Handelnden haben damals erkannt, dass nach dieser bitteren Erfahrung etwas Neues kommen muss.

Ein Buch nur für Fußballtrainer?

Stephan Schmidt: Nein, ein Buch für ein viel breiteres Publikum. Auch ein Buch für die Jungs, die ihren Traum Profifußball verwirklichen wollen, quasi als Anleitung. Spieler wie Sebastian Rode, Maxi Arnold, Shkodran Mustafi, Marco Reus und auch Ralf Fährmann schildern ihren Weg in den Profifußball und zeigen auf, dass der nicht ohne Schwierigkeiten zu bewältigen ist. Trotzdem haben sie es geschafft, weil sie die Charaktereigenschaften mitgebracht haben, die nötig sind, um sich im Profifußball durchzusetzen. Wille, Leistungsbereitschaft, aber auch ein gesundes Maß an Eigenkritik.

Ist denn in Ihrer U16 ein Spieler dabei, an dem Schalke noch viel Spaß haben könnte?

Stephan Schmidt: Wir haben einige Spieler, die großes Potenzial besitzen. Aber ich werde die Namen nicht nennen. Das würde sie unnötig unter Druck setzen. Es ist wichtig, sie bestmöglich vorzubereiten, so dass Norbert Elgert in der nächsten Altersstufe mit ihnen weiterarbeiten kann.

 
 

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