Warum Höwedes und Matip auf Schalke die Seiten tauschen

Schalkes Joel Matip (l.) wird gegen den HSV die rechte Seite der Innenverteidigung übernehmen. Benedikt Höwedes rückt nach links innen.
Schalkes Joel Matip (l.) wird gegen den HSV die rechte Seite der Innenverteidigung übernehmen. Benedikt Höwedes rückt nach links innen.
Foto: Martin Möller
Zum Saisonstart trifft Schalke am Sonntag auf den Hamburger SV. In der Abwehrmitte verteidigen Kapitän Benedikt Höwedes und Joel Matip - allerdings haben sie in der Innenverteidigung die Seiten getauscht. Trainer Jens Keller nennt exklusiv auf WAZ.de die Gründe.

Gelsenkirchen. Es ist nur ein taktisches Detail - und vor dem Saisonstart am Sonntag gegen den Hamburger SV (17.30 Uhr, live in unserem Ticker) doch bedeutsam für den Spielaufbau des FC Schalke 04. In der Innenverteidigung der Königsblauen haben sich erneut Kapitän Benedikt Höwedes und Joel Matip durchgesetzt. Zugang Felipe Santana bleibt nur ein Platz auf der Ersatzbank. Und doch ist etwas anders: Höwedes verteidigt in der Innenverteidigung nun auf der linken Seite, Matip rechts. Das war in der vergangenen Saison noch anders.

Auf Anfrage von WAZ.de erklärte Trainer Jens Keller diese Änderung: "Benedikt Höwedes schon oft links gespielt und den stärkeren linken Fuß als Joel. Wenn Joel links spielte und nach vorn zog, musste er sich den Ball immer auf den rechten Fuß legen. Das war in der Vergangenheit nicht optimal. Deshalb haben wir umgestellt."

Auch am Sonntag sind Höwedes und Matip erste Wahl. Doch seine Taktik und die komplette Besetzung der Startelf lässt Keller noch offen. Wer verteidigt links - Christian Fuchs oder Sead Kolasinac? Und wer rechts - Atsuto Uchida oder Marco Höger? Bilden Jermaine Jones und Roman Neustädter die Doppelsechs - oder rückt Supertalent Leon Goretzka in die Anfangsformation? Spielt Schalke mit einem 4-4-2-System - oder stellt Keller auf die 4-2-3-1-Taktik um?

"Julian muss die Nerven bewahren"

Außer Höwedes und Matip haben nur vier weitere Spieler ihren Platz sicher: Torwart Timo Hildebrand, Rechtsaußen Jefferson Farfan, Spielmacher Julian Draxler und Torjäger Klaas-Jan Huntelaar. Farfan hat seine Grippe überstanden - und Draxler die Diskussionen nach seinem unnötigen Schubser im Pokalspiel gegen Oberligist Nöttingen (2:0). "Wir haben uns die Szene angeschaut. Julian weiß, dass es nicht optimal war und dass er sich nicht hätte beschweren dürfen, wenn der Schiedsrichter die Rote Karte gezeigt hätte. Julian muss die Nerven bewahren. Er war bisher nicht für Jähzorn bekannt. Ich hoffe, dass es für ihn eine Lehre war", erklärte Trainer Jens Keller.

Dass der HSV keine besonders gute Vorbereitung spielte und eher für negative Schlagzeilen als für gute Ergebnisse sorgte, interessiert Keller nicht: "Wir haben im vergangenen Winter selbst erlebt, dass eine Vorbereitung nicht optimal laufen kann. Wir konzentrieren uns auf das Sportliche. Der HSV hat eine gute Mannschaft und durch den Sieg in der ersten DFB-Pokalrunde frischen Wind bekommen." HSV-Trainer Thorsten Fink gab am Freitag sehr forsch das Ziel "Europa-League-Platz" aus.

So tippt WAZ.de die Schalker Startformation:

Hildebrand - Höger, Matip, Höwedes, Kolasinac - Jones, Neustädter - Farfan, Draxler, Clemens - Huntelaar

 
 

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