VfL Wolfsburg will Naldo aus Schalke zurückholen - die Wölfe klopfen auch beim BVB an

Leonard Hartmann
Schalkes Naldo trug im Juni bei einem Legendenspiel das Trikot des VfL Wolfsburg.
Schalkes Naldo trug im Juni bei einem Legendenspiel das Trikot des VfL Wolfsburg.
Foto: imago

Wolfsburg. Andries Jonker ist ein Pragmatiker. „Ich könnte mich auf den Kopf stellen, doch das würde auch nichts bringen“, sagt der Trainer des VfL Wolfsburg vor dem Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr) zum großen Wolfsburger Schockthema.

John Anthony Brooks wird wegen eines Sehnenanrisses im Oberschenkel als Abwehrstütze ausfallen – wohl für die gesamte Hinrunde.

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Wer gegen Pierre-Emerick Aubameyang, den Torschützenkönig der Vorsaison, statt Brooks in der VfL-Abwehr aufläuft, ist klar. „Felix Uduokhai wird spielen“, kündigt Jonker an.

Neben dem 19 Jahre alte Liganovizen dirigiert nun Robin Knoche die Abwehrreihe. Außer Brooks fällt auch noch dessen vorgesehener Partner Jeffrey Bruma aus, der Niederländer ist nach seiner Knie-OP im Mai noch nicht zurück auf dem Rasen. Es muss also etwas passieren.

Ein Name, der beim VfL die Runde macht, ist Naldo

Der ehemalige Publikumsliebling der Grün-Weißen, vor einem Jahr zu Schalke 04 gewechselt, ist mehr als nur die Wunschlösung der Fans. Es ist kein Geheimnis, dass der 34-jährige Deutsch-Brasilianer seine Karriere gerne in Wolfsburg beendet hätte, wo er sich so wohlfühlte, dass er für sich und seine Familie im Stadtteil Ehmen ein Haus bauen ließ.

Aber der VfL war bei den Verhandlungen um eine Vertragsverlängerung weit unter den Forderungen Naldos geblieben, und in dieser Phase schnappte Schalke in Person von Christian Heidel zu. Ob der erfahrene Manager nun einem Abgang des eigenen Abwehrchefs zustimmen würde, um – und das kommt erschwerend hinzu – die Verteidigungsreihe eines direkten Konkurrenten zu stärken, ist äußerst fraglich. Und in Wolfsburg? „Wir überlegen“, sagt Jonker.

Kehrt Naldo zum VfL zurück? Es scheint möglich und könnte wohl einzig am Schalker Veto scheitern. Eine Alternative für die Wolfsburger könnte ebenfalls aus dem Westen kommen. Zu Dortmunds Neven Subotic soll es schon eine Kontaktaufnahme gegeben haben.