Essen

Uli Hoeneß mit Signal an Borussia Dortmund, FC Schalke 04 und Co.! Kampfansage oder Eingeständnis der Machtlosigkeit?

Uli Hoeneß hat der Konkurrenz um Borussia Dortmund, FC Schalke 04 und Co. ein klares Signal gesendet.
Uli Hoeneß hat der Konkurrenz um Borussia Dortmund, FC Schalke 04 und Co. ein klares Signal gesendet.
Foto: imago sportfotodienst

Essen. „Jugend forscht“ beim FC Bayern München! Der Serienmeister startet die große Nachwuchs-Offensive und sendet ein klares Signal an Borussia Dortmund, den FC Schalke 04 und die restliche Konkurrenz der Liga. Handelt es sich dabei um eine Kampfansage oder ist es das Eingeständnis der eigenen Machtlosigkeit?

Für Vereine wie Borussia Dortmund oder den FC Schalke 04 ist die Förderung eigener Talente enorm wichtig. Während Clubs aus der finanzstarken Premier League für teils irrsinnige Summen ihre Topspieler verpflichten, wollen viele Bundesligavereine ihre Leistungsträger aus dem eigenen Nachwuchs rekrutieren. Der FC Bayern München tat sich zuletzt damit schwer. Das soll sich nun ändern.

Borussia Dortmund und FC Schalke 04 mit vorbildlicher Nachwuchsförderung

In den vergangenen Jahren schaffte es kein Spieler aus dem Münchner Nachwuchs in den Profikader der Bayern. Die Vereinsverantwortlichen begründeten dies stets damit, dass der FC Bayern München einer der stärksten Vereine der Welt ist und ein Nachwuchsspieler schon in jungen Jahren sofort weltklasse sein müsse, um den Sprung zu den Bayern-Profis zu schaffen. Das wäre „sehr schwierig“, wie Uli Hoeneß einst sagte.

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Doch nun soll sich dahingehend bei den Bayern einiges ändern. Bei einem Präsidiumsgespräch des FC Bayern München sagte Uli Hoeneß laut einem Bericht von „Goal“: „Ich bin ganz sicher, dass wir in spätestens drei Jahren ein, zwei Spieler aus dem Nachwuchsleistungszentrum haben, die am Samstag Stammspieler sind.“

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Kampfansage oder Reaktion auf Geld-Irrsinn?

Was auf den ersten Blick wie eine Kampfansage wirkt, könnte auch eine simple Reaktion auf die Entwicklungen im modernen Fußball sein. Denn auch wenn der FC Bayern sich gerne zur absoluten Elite im Weltfußball zählt: Sobald die Topclubs aus England, Spanien oder Paris Saint-Germain beim Wettbieten um einen Spieler ihre Geldbörsen öffnen, können selbst die Münchner nicht mithalten.

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Umbruch bei den Bayern

Ein Blick in den Bayern-Kader zeigt zudem, dass den Münchner ein Umbruch bevorsteht. Die Verträge der Alt-Stars Franck Ribery (35 Jahre) und Arjen Robben (34) laufen am Saisonende aus. Abwehrchef Jerome Boateng und Stürmerstar Robert Lewandowski wollten schon in diesem Jahr weg. Beide sind 30 Jahre alt, und ihr Wunsch nach einer letzten großen neuen Herausforderung in ihrer Karriere wird im kommenden Sommer wohl umso intensiver sein.

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Sollten diese Topspieler den FC Bayern verlassen, wird es für die Münchner nahezu unmöglich die Abgänge eins zu eins durch die Verpflichtung anderer Stars zu kompensieren. Es scheint, als kämen die Bayern mittlerweile gar nicht mehr um eine intensivere Förderung des eigenen Nachwuchs herum.

Bayern laufen Konkurrenz im Jugendbereich hinterher

Und dort haben die Bayern gewiss noch viel Potenzial. Denn während die Münchner Profimannschaft seit Jahren das Fußballgeschehen nach Belieben dominiert, laufen die Bayern im Jugendbereich der Konkurrenz hinterher. In den vergangenen Jahren stellten die Bayern nicht einmal den A-Jugend-Meister. In der B-Jugend holten die Bayern in diesem Zeitraum immerhin ein einziges Mal den Titel.

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Zum Vergleich: Borussia Dortmund holte in den vergangenen zehn Jahren fünf Meistertitel im Bereich A- und B-Jugend.

A-Jugend-Meister der vergangenen 10 Jahre

  • 2018: Hertha BSC
  • 2017: Borussia Dortmund
  • 2016: Borussia Dortmund
  • 2015: FC Schalke 04
  • 2014: 1899 Hoffenheim
  • 2013: VfL Wolfsburg
  • 2012: FC Schalke 04
  • 2011: VfL Wolfsburg
  • 2010: Hansa Rostock
  • 2009: FSV Mainz 05

B-Jugend-Meister der vergangenen 10 Jahre

  • 2018: Borussia Dortmund
  • 2017: FC Bayern
  • 2016: Bayer Leverkusen
  • 2015: Borussia Dortmund
  • 2014: Borussia Dortmund
  • 2013: VfB Stuttgart
  • 2012: Hertha BSC
  • 2011: 1. FC Köln
  • 2010: Eintracht Frankfurt
  • 2009: VfB Stuttgart
 
 

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