Gelsenkirchen

Treuebekenntnis auf Schalke: Nastasic verschwendet keine Gedanken an einen Wechsel

Den Blick auf die neue Saison gerichtet: Matija Nastasic beim Training auf Schalke.
Den Blick auf die neue Saison gerichtet: Matija Nastasic beim Training auf Schalke.
Foto: Volker Hartmann / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen. Schalke hat einige Spieler mit England-Erfahrung: Nabil Bentaleb und Benjamin Stambouli spielten früher bei Tottenham Hotspur, Franco di Santo war beim FC Chelsea, den Blackburn Rovers und Wigan Athletic, Matija Nastasic kam vor zweieinhalb Jahren von Manchester City zu den Königsblauen.

Für sie ist es eine Rückkehr auf die Insel, wenn Schalke an diesem Samstag (16 Uhr MESZ) zum letzten Test vor dem Pflichtspiel-Start beim Londoner Klub Crystal Palace antritt.

Abwehrrecke Nastasic freut sich drauf: „Schön, dass ich mal wieder in England spielen kann“, sagt er. Der Serbe kennt den Selhurst Park, wo Crystal seine Heimspiele austrägt: „Ein nettes, altes Stadion. Die Atmosphäre wird gut sein.“

„Ich wollte niemals weggehen“

Bevor ein falscher Verdacht aufkommt: Nastasic hat keine Sehnsucht nach England – der Profi, der auch schon in Italien gespielt hat, fühlt sich bei den Königsblauen gut aufgehoben. Dass er im Sommer mit italienischen Klubs in Verbindung gebracht wurde, ehrt ihn zwar, aber ernsthaft hat er nie an einen Wechsel gedacht.

„Ich habe es nur in den Zeitungen gelesen, dass es Interesse an mir gab. Aber ich wollte niemals weggehen, das habe ich auch unserem Sportdirektor und dem Trainer gesagt.“

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Christian Heidel und Domenico Tedesco wissen also Bescheid, dass sie mit dem Abwehrspieler planen können. Nastasic fragt sogar, was ihm ein Wechsel bringen sollte: „Ich spiele schon bei einem großen Klub und bin sehr glücklich hier. Für mich ist es gut, auf Schalke zu bleiben. Hier können wir große Dinge erreichen.“

Volle Konzentration auf die Bundesliga

Vor einem halben Jahr hat er im Interview mit der WAZ sogar einmal seine Überzeugung zum Ausdruck gebracht, dass er mit Schalke Titel gewinnen kann – davon muss er im Moment gezwungenermaßen etwas Abstand nehmen. Beim x-ten Neuanfang will er den Mund lieber nicht zu voll nehmen, „letztes Jahr haben wir nach den fünf Niederlagen zum Start gesehen, wie hart es ist, wieder in die Spur zu kommen.“

Aber eines stimmt den 24-Jährigen doch zuversichtlich: „Wir können uns mit ganzer Kraft auf die Bundesliga konzentrieren, weil wir nicht in der Europa League sind und deswegen weniger Spiele haben. Da werden wir versuchen, in der Bundesliga so hoch wie möglich zu kommen.“

Das Spiel an diesem Samstag bei Crystal Palace ist da schon ein aussagekräftiger Test: Die Londoner belegten im Vorjahr den 14. Platz in der englischen Premier League und stehen eine Woche vor dem Saisonstart, für Schalke zählt jetzt auch die Belastung aus dem Trainingslager und von der China-Reise nicht mehr.

Langsam geht’s los, Schalke reiste bereits am Freitag nach dem Vormittags-Training nach England. Die Vorbereitung läuft wie bei einem Pflichtspiel.