Sportdirektor Heldt vertraut den Schalke-Spielern

Andree Hagel
Horst Heldt
Horst Heldt
Foto: imago sportfotodienst
Um ein totales Saison-Chaos zu verhindern, muss Schalke 04 das Pokalfinale gegen Duisburg gewinnen. Sportdirektor Horst Heldt vertraut den Spielern - auch nach sechs Niederlagen in Folge.

Köln. Ob sich Horst Heldt nach der sechsten Niederlage in Serie und dem siebten Spiel in Folge ohne Sieg langsam größere Sorgen um das DFB-Pokalfinale macht? „Wir müssen eine Schüppe drauflegen, und ich hoffe, dass wir das hinbekommen“, sagte der Sportdirektor des FC Schalke 04 nach der 1:2-Pleite beim 1. FC Köln und der ernüchternden Erkenntnis, die Bundesliga-Saison 2010/11 auf Rang 14 abgeschlossen zu haben.

Nicht zum ersten Mal stand der 41-Jährige nach einem Schalker Spiel vor den Mikrofonen und Blöcken: Hände in den Hosentaschen und ein Blick, der regelmäßig durch ein Lächeln aufgehellt wird, der aber letztlich grimmig ist. „Ich habe recht wenig gesehen“, sagte Horst Heldt. „Von beiden Mannschaften.“ Und dass er enttäuscht sei, erzählte er. Das sei, wenn man verliere, immer so.

Um ein totales Saison-Chaos zu verhindern, gilt es nun, das Pokalfinale am kommenden Samstag gegen den Zweitligisten MSV Duisburg (20 Uhr, live im DerWesten-Ticker) zu gewinnen. Um eine, wie es Horst Heldt formulierte, „Saison mit intensiven Höhen und Tiefen noch positiv abzuschließen“. Ob er meinte, noch zu retten? Dafür muss die Schalker Mannschaft jedoch ihre Leistung steigern. „Ich habe das Vertrauen in die Spieler, dass sie den Schalter umlegen können“, sagte Horst Heldt. Aber? „Ich habe das als Spieler nie so gekonnt.“ Und? „Die Leistungen der vergangenen beiden Spiele werden nicht reichen, um das Pokalfinale zu gewinnen.“

Schalter hin, Schalter her. Die Forderung des Schalker Sportdirektors ist dennoch klar. „Wir wollen den Pott holen“, sagte er am Samstagabend, um dann noch deutlicher zu werden. „Wir müssen den Pott holen, weil wir nächste Saison international spielen wollen.“ Wenn auch nicht gegen Inter Mailand und Manchester United, sondern nur in der Europa League.