So kontert Schalke-Manager Heidel Herthas provokante Plakat-Aktion

Mit Schalke jetzt auf Rang fünf: Sportvorstand Christian Heidel.
Mit Schalke jetzt auf Rang fünf: Sportvorstand Christian Heidel.
Foto: Getty Images
  • „Viel Glück jetzt bei den großen Dingen“ wünschte Christian Heidel den Berlinern nach dem 2:0-Sieg bei Hertha BSC
  • Damit reagierte Schalkes Sportvorstand auf die provokante Plakat-Aktion des Hauptstadt-Klubs

Berlin. Der FC Schalke 04 hat mit dem 2:0-Erfolg bei der so heimstarken Berliner Hertha ein Ausrufezeichen gesetzt. Der Lohn für den hart erkämpften Auswärtssieg: Die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco kletterte auf den fünften Rang - zumindest bis zu den Spielen am Sonntag.

Ein wenig Extramotivation gab es für die Königsblauen bereits unter der Woche aufgrund einer provokativen Plakat-Aktion des Hauptstadt-Klubs. Auf Plakaten in der ganzen Stadt gab es Werbung für die Partie mit dem Slogan: „Auf Berlin kommt Großes zu. Aber am 14.10. erstmal Gelsenkirchen.“

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Fazit nach der Partie: Selbst mit den Gelsenkirchenern kam die Mannschaft von Trainer Pal Dardai nicht klar. Denn am Samstag lief bei den Berlinern nicht viel zusammen. Sehr zur Freude von Schalke-Manager Christian Heidel, der mit Blick auf die Aktion der Hertha betonte: „Uns hat das auch gefallen. Viel Glück jetzt bei den großen Dingen.“

Das ist der Hintergrund der Aktion

Offenbar zielte der Verein lediglich auf seinen neuen Marketingslogan ab: „Die Zukunft gehört Berlin“, heißt es dort. Den Slogan riefen die Berliner zum 125-jährigen Vereinsjubiläum im Juli ins Leben. Speziell an diesem Wochenende wurde aus der Kampagne allerdings ein Eigentor.

Eine andere Aktion der Berliner bekam allerdings sehr viel Zustimmung. Denn vor dem Spiel gegen Schalke gab es von der Mannschaft einen kollektiven Kniefall, dem sich auch Dardai und Manager Michael Preetz und die Betreuer anschlossen, um ein kollektives Zeichen für mehr Toleranz in der Gesellschaft zu setzen.

Mit der Aktion zeigte sich Hertha als erster Fußball-Bundesligist auch solidarisch mit dem Protest vieler amerikanischer Sportler gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump.

Preetz erklärte: „Wir sind seit jeher gegen Diskriminierung jeder Art, gegen Rassismus. Wir sind Berlin, wir sind eine weltoffene Stadt und wir stehen für Vielfalt. Das wollte die Mannschaft, das wollten wir dokumentieren.“

 
 

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