So füllt Schalkes Mittelfeld-Motor Alessandro Schöpf seinen Tank auf

Alessandro Schöpf.
Alessandro Schöpf.
Foto: firo
  • Alessandro Schöpf läuft und läuft und läuft
  • Im Gespräch verrät er, wie er nach den Spielen regeneriert
  • Und er blickt auf das Jahr 2016 zurück

Gelsenkirchen.. Alessandro Schöpf wäre die ideale Werbeträger für die alte Volkswagen-Reklame: Er läuft und läuft und läuft. Der Mittelfeld-Motor des FC Schalke 04 ist der laufstärkste Spieler der Fußball-Bundesliga. Beim 1:0-Sieg in Wolfsburg spulte Schöpf 13,27 Kilometer Laufleistung ab, zuvor beim 3:1 über Werder Bremen brachte er seine Schuhe mit 13,7 zurückgelegten Kilometern ebenfalls zum Glühen. Der österreichische Nationalspieler sprach vor dem Europa League-Duell gegen Nizza (Donnerstag, 19 Uhr, live in unserem Ticker) über...


...sein enormes Pensum im Spiel: „Ich versuche, meine Stärken einzusetzen. Laufen gehört halt dazu. Ich laufe immer viel in den einzelnen Begegnungen und bringe mich in den Dienst der Mannschaft ein. Ich war schon immer so laufstark. Es macht einfach Spaß, alles für das Team reinzuhauen.“


...seine Regenerations-Phase: „Zwei Tage brauche ich nach einem Einsatz schon, um mich zu erholen und zu Kräften zu kommen. Meistens laufen wir nach einem Spiel nur aus, fahren einen Tag später Fahrrad, setzen uns ins Kälte- oder Wärmebecken. Wir tun einfach alles, um möglichst schnell wieder fit zu werden.“

...seine Effektivität im Spiel:
„Ich glaube nicht, dass man im Fußball Meter umsonst machen kann. Wenn jeder einzelne an seine Grenze geht, dann wird es für den Gegner automatisch schwierig. Wichtig ist, die Räume eng zu machen und sich die zweiten Bälle zu holen.“


...die Bewertung seines Arbeitsaufwands: „Der eine oder andere Mitspieler wie zum Beispiel Dennis Aogo sagt zu mir: Wahnsinn, was du läufst.“


...die Kraft-Reserven kurz vor der Winterpause: „Ich weiß nicht, ob es in den letzten Wochen jetzt schwieriger wird mit den Kräften. Natürlich lässt man zum Ende hin Körner, aber wir versuchen immer, topfit in die nächste Begegnung zu gehen.“

...die Motivation für das Euro League-Duell gegen Nizza:
„Es ist nicht schwer, uns zu motivieren. Wir haben eine gute Serie in der Gruppe geschafft. Vier Spiele, vier Siege. Das wollen wir fortsetzen und jetzt die nächsten drei Punkte einfahren.“


...die Atmosphäre im Schalker Kader: „Die Stimmung ist momentan natürlich gut. Das Mannschafts-Gefüge passt. Das Gefühl innerhalb des Teams ist auch sehr, sehr gut. Wir stehen sicher, erarbeiten uns Chancen und haben die Qualität, Tore zu erzielen.“

...den Vergleich zu Mönchengladbacher Borussia, die im Vorjahr nach fünf Niederlagen Richtung Spitze durchstartete:
„Wir schauen nicht darauf, was Mönchengladbach letztes Jahr gemacht hat. Wir wollen jedes Spiel so angehen, dass wir es gewinnen können.“

...sein fantastisches Fußball-Jahr 2016 mit Schalke-Wechsel, Sprung in die österreichische A-Nationalelf und Festspielen im Bundesliga-Kader:
„Dieses Jahr ist etwas Besonderes. Ich habe in den letzten Meisterschaftsspielen von Beginn an gespielt. Es ist schon ein Traum, für Schalke in der Bundesliga zu spielen.“


...seinen Entwicklungs-Status als Profi: „Ich versuche, mich immer weiterzuentwickeln und tagtäglich im Training zu lernen. Was in Zukunft kommt, wird man sehen.“


…seine Offensiv-Qualitäten: „Natürlich möchte ich treffen und vorlegen. Momentan haben wir viele unterschiedliche Torschützen. Das zeigt: Wir funktionieren als Mannschaft gut.

...seine vergebene Chance beim 1:0 in Wolfsburg:
„Ich hatte eine Riesen-Möglichkeit. Wenn uns danach nicht das Siegtor gelungen wäre, hätte ich mir in den Arsch gebissen.“

...über den Kommentar von Teamkollege Dennis Aogo:
„Dennis meinte, der Torwart hätte in der Szene gut gehalten.“

 
 

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