So erklärt Di Matteo die Auswechslung von S04-Talent Sané

Andreas Ernst
Früher Wechsel! Kevin-Prince Boateng (r.) ersetzte schon vor der Pause Schalke-Talent Leroy Sané.
Früher Wechsel! Kevin-Prince Boateng (r.) ersetzte schon vor der Pause Schalke-Talent Leroy Sané.
Foto: imago
Noch vor der Pause musste der Überflieger bei der Schalker 0:1-Niederlage gegen Leverkusen vom Platz. Manager Horst Heldt befürchtet keinen Knacks.

Gelsenkirchen. Verwunderung auf Schalke! Das "Tor des Tages" zum 0:1 war gegen Bayer Leverkusen schon gefallen, in der ersten Hälfte waren nur noch drei Minuten zu spielen. Trotzdem winkte S04-Trainer Roberto Di Matteo Kevin-Prince Boateng zu sich - und nur wenige Augenblicke später kam Boateng für Leroy Sané ins Spiel. Der hochgelobte Sané musste noch vor der Pause vom Platz. "Rein taktische Gründe", gab Co-Trainer Sven Hübscher noch in der Pause bei "Sky" an. Für Sané die Höchststrafe!

Di Matteo erklärte den Wechsel ganz pragmatisch: „Wir konnten den Ball vorn nicht halten, damit die Mannschaft aufrücken und in der gegnerischen Hälfte spielen kann. Darum habe ich einen frühen Wechsel gemacht. Mit Boateng habe ich versucht, mehr Präsenz vorn zu haben." Sané war zwar am Ballverlust vor dem 0:1 beteiligt (35.), aber unterirdisch schlecht hatte er nicht gespielt. Musste der Wechsel wirklich noch in der ersten Halbzeit sein? "So etwas ist nie schön für einen Spieler, ob er jung ist oder alt. Ich bin auch mal in der ersten Halbzeit ausgewechselt worden", sagte Manager Horst Heldt lapidar.

Di Matteo lobt Sané für "zwei Supertore"

Nach dem 0:3 im Derby beim BVB hatte Di Matteo noch einen Jugendstil eingeleitet - doch nach der ersten schwächeren Halbzeit seit dieser Demütigung nahm der Coach schon früh ein Supertalent raus und brachte einen Routinier - eine Rolle rückwärts. Gibt das einen Knacks für Überflieger Sané, der nach den Traumtoren in Madrid und Berlin noch so überschwänglich gelobt wurde? "Nein", sagte Heldt. "Das wird Leroy nicht umwerfen. Er ist so gefestigt, dass ich mir da keine Sorge mache." Di Matteo bezeichnet seine Entscheidung, Sané eine weitere Chance in der Startelf zu geben, weiter als richtig: "Er hat in den zwei Spielen davor zwei Supertore gemacht."