„Schöne Ferien“ – da mussten die Schalker lachen

Jefferson Farfan trifft in der Türkei ein. (Foto: Christoph Reichwein / WAZ FotoPool)
Jefferson Farfan trifft in der Türkei ein. (Foto: Christoph Reichwein / WAZ FotoPool)
Foto: WAZ FotoPool

Belek. Schalkes Manager Felix Magath wird im Trainingslager in Belek auch Vertragsgespräche führen. Nicht nur mit Jefferson Farfan, der verspätet nachreiste.

Als die Stewardess der türkischen Fluggesellschaft, mit der die Profis und der Tross des FC Schalke 04 am Mittwoch ab Düsseldorf zum Trainingslager in die Türkei flogen, nach der Landung am Mittag in Antalya allen Gästen „schöne Ferien“ wünschte, wurde an Bord doch kräftig gelacht. Pauschalurlaub für Berufsfußballer mit Felix Magath als Animateur – eine ähnlich amüsante Vorstellung wie ein James-Bond-Film mit Otto Waalkes als Hauptdarsteller.

Drei Spieler fehlten

Drei Spieler fehlten, als Schalkes Trainer und Manager am Morgen sein Team durchzählte: Lukas Schmitz und Mario Gavranovic waren wegen grippaler Infekte transportunfähig, der kerngesunde Jefferson Farfan hingegen verlängerte die Reihe seiner Kapriolen um eine weitere Variante. Der Peruaner, der vor dem Abflug aus seiner Heimat Wechselabsichten verkündet hatte, war erst am späten Dienstagabend nach selbst genehmigter Verlängerung seines Winterurlaubs zurück in Deutschland eingetroffen. Sein Berater hatte die Schalker Geschäftsstelle angerufen, um Farfans Erscheinen anzukündigen. Magath hatte bis zur Reise in die Türkei noch keinen Kontakt mit seinem eigenwilligen Star.

Nachdem für den Peruaner zuerst noch ein Visum besorgt werden musste, saß dieser dann, oh Wunder, am Nachmittag tatsächlich in einer Maschine nach Antalya, um am Abend im Hotel Calista in Belek zu der Mannschaft zu stoßen, die er möglichst bald verlassen will. „Dass er zum Trainingsauftakt nicht da war, war ja im Grunde wie gewohnt“, meinte Magath und betonte, sich über die von Farfan verbreiteten Nachrichten nicht geärgert zu haben: „Erst wenn er mit einem Angebot kommt, fange ich an, mir Gedanken zu machen.“

Natürlich besteht reichlich Gesprächsbedarf. Magath bestätigte, dass er die Zeit in der Türkei bis zum Freitag nächster Woche nicht nur im Fall Farfan auch nutzen will, um Vertragsgespräche zu führen. Unklarheiten bestehen nach wie vor um die Zukunft von Manuel Neuer und Ivan Rakitic, die Schalke halten möchte. Einige andere dürften gerne gehen, weil Magath Gehälter einsparen und das Aufgebot verkleinern will – doch es fehlt bisher die Nachfrage.

Magath hat also nicht nur als Trainer einiges zu tun, sondern auch als Manager. Aber er wollte es ja nicht anders.

 
 

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