Schalkes U19 geht mit breiter Brust in die Endrunde

Blickrichtung Hoffenheim: Schalkes Trainer Norbert Elgert mit Jason Ceka, der am Mittwoch noch eine Abitur-Klausur zu schreiben hatte.
Blickrichtung Hoffenheim: Schalkes Trainer Norbert Elgert mit Jason Ceka, der am Mittwoch noch eine Abitur-Klausur zu schreiben hatte.
Foto: firo Sportphoto / Volker Nagraszus

Gelsenkirchen..  Gerne hätte Schalkes U19-Trainer Norbert Elgert am Mittwochvormittag vor der Abfahrt zum Halbfinal-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen die TSG Hoffenheim, das am heutigen Donnerstag stattfindet, noch eine Trainingseinheit eingeschoben. Weil Jason Ceka und Benjamin Goller aber eine Abi-Klausur schreiben, cancelte Elgert das Training. „Die Zusammenarbeit mit den Schulen ist sehr gut. In diesem Fall war aber nichts zu machen. Und die Schule ist uns sehr, sehr wichtig“, sagt der 61-Jährige.

Wie immer bei Elgert steht der Teamgedanke im Vordergrund. Wenn trainiert wird, dann nur zusammen als Mannschaft. Also wurde gestern Mittag nur eine gut halbstündige Lockerungseinheit absolviert, bevor sich die Mannschaft auf den Weg nach Sinsheim machte. Zwischendurch wurde gemeinsam gegessen, bevor am Abend die Teambesprechung im Mannschaftshotel stattfand.

Anstoß der Partie im Dietmar-Hopp-Stadion zwischen dem Meister der Bundesliga Süd/Südwest und den Schalkern, die in der Weststaffel souverän mit elf Punkten Vorsprung vor Borussia Dortmund die Meisterschaft für sich entschieden, ist heute Mittag um zwölf Uhr. „Wir sind stolz auf das, was wir erreicht haben. Diesen Titel kann uns keiner mehr nehmen. Jetzt wollen wir aber mehr“, sagt Elgert.

Kein neues Gefühl für die meisten

Die Vorfreude bei den Spielern auf diese Aufgabe sei riesig. Der Großteil der Mannschaft kennt das Gefühl, in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft anzutreten. Die Schalker U19 unterlag in der vergangenen Saison im Halbfinale dem FC Bayern München im Elfmeterschießen. Die Spieler, die im Sommer aus der U17 in die U19 kamen, schieden im vergangenen Jahr ebenfalls im Halbfinale aus – Gegner waren auch hier die Bayern. „Unsere Jungs sollen gespannt auf das Spiel sein, angespannt aber nicht. Die sollen mit Freude an diese Aufgabe herangehen“, sagt Elgert.

Bereits im Dezember kam es zum Duell mit den Hoffenheimern. Im Viertelfinale des DFB-Vereinspokals unterlagen die Schalker mit 0:2. Verdientermaßen, wie Elgert sagt. „Das Spiel stand aber unter ganz anderen Vorzeichen. Wir hatten im Winter drei Wochen vor dem Hoffenheim-Spiel keine Spielpraxis sammeln können“, sagt Elgert.

Wenn der Schalker Trainer über den Gegner spricht, gerät er dennoch ins Schwärmen. „Wenn du dich in dieser starken Staffel durchsetzt und es schaffst, auch den FC Bayern München hinter dir zu lassen, ist das kein Zufall.“ Die Offensivabteilung mit Torjäger David Otto, dem Österreicher Christoph Baumgartner und Domenico Alberico sei herausragend. Trainer der TSG ist Marcel Rapp. Der 39-Jährige ist übrigens Nachfolger von Domenico Tedesco, der seit einem Jahr Trainer der Schalker Profis ist. Rapp übernahm die Hoffenheimer A-Jugend, als Tedesco Anfang März 2017 von der TSG zum Zweitligisten FC Erzgebirge Aue wechselte. „Marcel Rapp ist ein sehr guter Trainer, den ich auch menschlich sehr schätze“, sagt Elgert.

Lenze fährt als Nummer zwei mit

Bei den Schalkern wird Außenstürmer Nick Taitague weiterhin ausfallen. Der US-Amerikaner laboriert noch an einer Muskelverletzung, könnte nach Aussage von Elgert im Rückspiel am Dienstagabend aber wieder „eine Alternative“ sein. Außerdem fehlen Görkem Can, Luca Beckenbauer und Okan Yilmaz. Torwart Timon Weiner ist nach einer Erkältung wieder einsatzbereit. Als Ersatzkeeper wird U17-Torwart Yannic Lenze mitfahren, der in der Hinrunde bereits einige Partien bei der U19 bestritten hat.

„Uns steht der gleiche Kader wie in den vergangenen Wochen zur Verfügung“, sagt Elgert. Klingt doch vielversprechend. Denn von den vergangenen sieben Spielen in der Bundesliga West haben die Schalker sieben gewonnen. „Keine Mannschaft in Deutschland spielt gerne gegen uns - und das kann ich verstehen“, sagt Elgert.

 
 

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