Schalkes Streithähne Meyer und Aogo haben sich wieder lieb

Andreas Ernst
Am Mittwochvormittag gerieten die Schalke-Profis Max Meyer und Dennis Aogo aneinander - beim Abendessen saßen sie schon wieder nebeneinander.

Gelsenkirchen. Auch Horst Heldt hatte in seiner Karriere einen bösen Streit mit einem Mitspieler: "In meiner Zeit bei 1860 München ist mir mal Daniel Borimirov im Training an die Gurgel gegangen." Seinerzeit bekam der heutige Manager des FC Schalke 04 für ein paar Sekunden keine Luft und fand das nicht ganz so witzig - inzwischen kann er darüber lachen. So ähnlich geht es auch den Schalke-Profis Dennis Aogo und Max Meyer, die am Mittwoch in einem Trainingsspiel aneinandergeraten waren. "Das kommt halt mal vor. Wichtig ist, dass man sich die Hand gibt und ausspricht", erklärte Heldt.

Schalke-Trainer Di Matteo führte Einzelgespräche

Genauso sieht das auch Trainer Roberto Di Matteo. "Ich habe das als Spieler und Trainer überall erlebt", sagte Di Matteo einen Tag vor dem wichtigen Spiel gegen den VfB Stuttgart (15.30 Uhr, live in unserem Ticker) und ergänzte: "Ich finde es grundsätzlich gut, dass mal ein bisschen Feuer reinkommt. Im Fußball braucht man Emotionen. Solange das nicht eskaliert, finde ich das nicht schlecht." Di Matteo beließ es aber nicht bei einer Versöhnungsgeste auf dem Platz. Nach dem Training schnappte er sich Aogo und Meyer und führte Einzelgespräche. Auch im Mannschaftskreis sprach er das Thema an.

Schon beim Abendessen war alles wieder vergeben und vergessen. Da saßen Aogo und Meyer nebeneinander. Horst Heldt und Daniel Borimirov hatten sich nicht so schnell wieder lieb. Die Funkstille dauerte ein paar Wochen.