Schalkes Sané kann es auch einfach - Note 2 für den Torschützen

Leroy Sané (r.) entwickelt sich zu einem echten Torjäger.
Leroy Sané (r.) entwickelt sich zu einem echten Torjäger.
Foto: Getty
Leroy Sané schoss Schalke erneut zu einem 1:0-Auswärtssieg, diesmal beim HSV. Für ihn gibt es die Note 2.

Torwart und Abwehr

  • Ralf Fährmann: Er konnte die frische Hamburger Luft genießen - denn der zuletzt viel beschäftigte Torwart bekam wenig zu tun. Die Hamburger Torschüsse flogen genau in seine Arme und in der chaotischen Nachspielzeit blieb er jederzeit der Herr seines Strafraums. Note: 3
  • Junior Caicara: Er kehrte für Sascha Riether in die Startelf zurück und hatte in der Offensive einige gute Szenen, wenn er ins Kombinationsspiel eingebunden wurde. In der Defensive spielte er nicht fehlerlos, wirkte gerade in der hektischen Schlussphase nervös. Aber er erlaubte sich keine schlimmen Schnitzer. Note: 3

Hamburg.. 

  • Joel Matip: An ihm kam kein Hamburger vorbei - gut im Zweikampf, starkes Stellungsspiel, einfach klasse. Zu seinen gefürchteten Vorstößen kam er aber nicht. Er wurde von Pierre-Michel Lasogga und Lewis Holtby früh gestört. Seinen einzigen krassen Fehlpass konnten die Hamburger nicht nutzen (69.). Note: 2
  • Roman Neustädter: Eine runde Leistung! Er verteidigte ohne Schörkel, stand bei Hamburger Flanken oft richtig. Nach einer Balleroberung entschied er sich auch mal für einen Befreiungsschlag. Note: 2,5
  • Dennis Aogo: In seiner alten Heimat kam der Linksverteidiger ein ums andere Mal in eine gute Flankenposition - jedoch fand er nur selten einen Mitspieler. Mit einem Ballverlust in der 19. Minute zwang er Johannes Geis zu einem taktischen Foul. Dafür sah Geis Gelb. Kurz vor Schluss ließ er sich im eigenen Strafraum von Aaron Hunt ausspielen - das hätte der HSV beinahe zum Ausgleich genutzt (88.). Note: 4
  • Benedikt Höwedes (ab 90.): Er kam für Leroy Sané. Ohne Note

Mittelfeld

  • Johannes Geis: Er ist schon so sehr Schalkes Fixpunkt, dass er nicht gleichwertig ersetzt werden kann. Auch diesmal hätte eine Geis-Ecke beinahe zu einem Tor geführt, doch Franco Di Santo traf die Latte (3.). Er hatte viele Ballkontakte und bestimmte so das Spieltempo, ob mit langen oder kurzen Pässen. Das 1:0 (60.) leitete er im Zentrum ein. Nicht alle Ideen waren aber spitze. Und im Zweikampf musste er sich früh zurückhalten, da er nach einem Fehler von Dennis Aogo zu einem taktischen Foul gezwungen wurde - das gab Gelb (12.). Note: 2,5
  • Marco Höger (bis 6.): Er verletzte sich schon früh und musste raus. Ohne Note
  • Leon Goretzka: Wenn Bundestrainer Joachim Löw seine Vorlage zum 1:0 gesehen hat, wird er ab sofort bis zum Karriereende immer nominiert. Erst schüttelte Goretzka Marcelo Diaz ab, dann spielte er einen wunderbaren Pass auf Leroy Sané (60.). Das war die Vorentscheidung. Rund um diese Szene verrichtete er unauffällig im defensiven Mittelfeld seine Arbeit. Note: 2,5

  • Max Meyer (bis 72.): Der Spielmacher bekam wieder die Chance auf seiner Lieblingsposition und zeigte zweimal sein überragendes Spielverständnis. In der 19. Minute setzte er stark Dennis Aogo in Szene, in der 43. Minute passte er auf Franco Di Santo. Nach der Pause wehrte HSV-Torwart Jaroslav Drobny seinen gefährlichsten Torschuss ab (62.). Note: 3
  • Eric Maxim Choupo-Moting: Vom Stadionsprecher wurde er als "der Junge aus Altona" begrüßt - und in seiner Geburtsstadt wirkte er hochmotiviert und abschlussfreudig. Zwei Torschüsse führten zu Schalker Ecken (2./25.), in der 22. Minute gelang ihm ein starker Konterpass auf Leroy Sané. Allerdings verdribbelte er sich auch mal. Note: 3
  • Leroy Sané (ab 6., bis 90.): Schalkes Super-Joker erzielte sein drittes Saisontor - diesmal aber keins der Marke "Tor des Jahres"... Nach Leon Goretzkas Traumpass umkurvte er Drobny und schob den Ball zum 1:0 ins Tor (60.). Schon zuvor hatte er zwei Chancen: In der 22. Minute lief er allein aufs HSV-Tor zu, legte sich den Ball aber zu weit vor - ein Anfängerfehler! Besser machte er es eine Viertelstunde später - da lenkte Drobny seinen Flachschuss mit den Fingerspitzen zur Ecke. In der Defensive wirkte er engagierter als in den vergangenen Wochen. Note: 2

  • Pierre Emile Höjbjerg (ab 72.): Er kam für Max Meyer. Ohne Note

Sturm

  • Franco Di Santo: Diesmal gab der Ex-Bremer den Einzelkämpfer im Schalke-Sturm - nach drei Minuten wäre ihm beinahe das 1:0 gelungen. Doch Drobny lenkte seinen Kopfball noch an die Latte. Der sehr fleißige und bis zum Schluss sprintstarke Stürmer störte effektiv den Hamburger Spielaufbau, hatte jedoch nach dem Lattenkopfball nur noch zwei Halbchancen - seine Schüsse gingen weit vorbei (43./84.). Note: 3,5

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