Schalkes Profis kommen in Klagenfurt ins Schwitzen

Peter Müller
Atsuto Uchida, Christian Fuchs, Jefferson Farfan und Sergio Escudero (von links) bei der ersten Einheit im Trainingslager in Kärnten.
Atsuto Uchida, Christian Fuchs, Jefferson Farfan und Sergio Escudero (von links) bei der ersten Einheit im Trainingslager in Kärnten.
Foto: imago
Bei 30 Grad begann in Klagenfurt am Wörthersee die heiße Phase der Vorbereitung für den FC Schalke 04: Das einwöchige Trainingslager soll und wird Trainer Huub Stevens Aufschlüsse über die personelle Formation zum Saisonauftakt geben. 25 Spieler gehören in Österreich zum Aufgebot.

Klagenfurt. Locker und gut gelaunt wirkten die Profis des FC Schalke 04 am Samstagnachmittag, als sie auf Fahrrädern am Trainingsplatz ankamen – zwei Stunden später war der Rückweg schon keine leichte Beinübung mehr. Denn das Trainingslager im österreichischen Klagenfurt begann mit einer Einheit bei 30 Grad, und der Vorplatz des Stadions von Klagenfurt, in dem bei der EM 2008 auch die deutsche Nationalmannschaft gespielt hatte, bot keinen Quadratmeter Schatten. Auch die rund 200 Schalker Fans vermissten eine kleine Tribüne und litten schwitzend mit den Stars.

Obasi drehte einsam seine Runden

25 Spieler waren an Bord, als die kleine Chartermaschine am Vormittag von Düsseldorf aus nach Klagenfurt gestartet war. Zwei von ihnen mussten beim Training allerdings individuell arbeiten. Jose-Manuel Jurado, den seit Donnerstag eine Verletzung am Sprunggelenk plagt, machte lediglich ein paar leichte Übungen mit Athletiktrainer Ruwen Faller. Chinedu Obasi, dem nach einem Ermüdungsbruch aus Hoffenheimer Zeiten nun in der Sommerpause eine Platte am Schienbein entfernt worden war, beteiligte sich bei seinem Trainings-Comeback zwar an den Aufwärmübungen der Gruppe, doch als dann gespielt wurde, drehte er einsam seine Runden.

Jeder, der jetzt nicht fit ist, wird sich zunächst hinten anstellen müssen, denn in den beiden zum Trainingslager gehörenden Testspielen an diesem Sonntag gegen Udinese Calcio und am Freitag gegen Sampdoria Genua fallen bedeutende Vorentscheidungen im Hinblick auf die Anfangsformation zum Saisonstart. Wer steht im Tor? Kehrt Benedikt Höwedes in die Abwehrreihe zurück? Wer beerbt Raúl in der offensiven Mittelfeldzentrale?

Huntelaar und Jones im DFB-Pokal gesperrt

Trainer Huub Stevens muss sogar zweigleisig planen: Denn in der ersten DFB-Pokalrunde beim 1. FC Saarbrücken am 19. August fehlen ihm zwei wichtige Stützen, die ihm zum Bundesligastart eine Woche später bei Hannover 96 wieder zur Verfügung stehen werden: Klaas-Jan Huntelaar und Jermaine Jones tragen eine Altlast mit sich herum, beide sind nach ihren Gelb-Roten Karten beim blamablen Pokal-K.o. Ende letzten Jahres in Mönchengladbach gesperrt.

Beim Gerangel um die begehrten Startplätze wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Bewerber weniger geben: Alexander Baumjohann verhandelt an diesem Wochenende mit potenziellen neuen Klubs – einer der Interessenten und offenbar gut im Rennen ist der Hamburger SV.