Schalkes Heldt mahnt Kehrer: "Haben einen gültigen Vertrag"

S04-Abwehrtalent Thilo Kehrer will wohl zu Inter Mailand. Und das mit allen Mitteln.
S04-Abwehrtalent Thilo Kehrer will wohl zu Inter Mailand. Und das mit allen Mitteln.
Foto: imago
Schalkes U19-Nationalspieler Thilo Kehrer sollte eigentlich seit Freitag mit den Profis trainieren. Eigentlich. Denn bislang fehlt er unentschuldigt.

Gelsenkirchen.. Die Lage ist verzwickt, und es scheint so, als würde ein hoffnungsvolles Talent aus der Schalker Knappenschmiede da zwischen allen Stühlen sitzen. Die Rede ist von Thilo Kehrer, aktueller U19-Nationalspieler und im Mai mit Schalke noch Deutscher Meister.

Am vergangenen Freitag sollte der Defensivspieler nach der Rückkehr von der U19-Europameisterschaft eigentlich seinen Dienst bei den Schalker Profis antreten, doch dort hat man ihn seitdem nicht gesehen. Schalke gibt sich geheimnisvoll, Manager Horst Heldt mag lediglich sagen: „Er fehlt unentschuldigt.“ Nur eines fügt er noch an: „Wir haben mit ihm einen gültigen Vertrag.“ Doch Kehrer ist derzeit offenbar nicht gewillt, diesen auch anzutreten.

Kehrers Ex-Berater hat auf Schalke Hausverbot

Wenn man Berichten aus Italien Glauben schenken darf, zieht es den 18-Jährigen zu Inter Mailand. Zumindest gibt das ein gewisser Marco Oliveira an, den man in der Branche wohl als Spielervermittler bezeichnen darf. Oliveira behauptet, Schalkes Vertrag mit Kehrer sei nicht mehr gültig. Schalke hatte das Talent in diesem Frühjahr mit einer Option für ein weiteres Jahr an sich gebunden – aber erst, nachdem Gespräche über einen von Schalke angestrebten normalen und natürlich auch besser dotierten Profi-Vertrag gescheitert waren. Diese Vertragsform mit einer beidseitigen Option ist von der DFL abgesegnet und findet bei vielen Vereinen Anwendung – auf Schalke aktuell zum Beispiel auch bei Maurice Multhaup, der ebenfalls mittels einer Option in sein erstes Jahr im Seniorenbereich geht.

Bei Kehrer indes gibt es schon seit Januar Gerüchte, dass er seine Zukunft in Mailand sieht. Seine Berater waren damals noch die Gebrüder Nils und Olaf Schmäler, mit denen Schalke auch über einen Profi-Vertrag für Kehrer verhandelt hat. Nach WAZ-Informationen hat der in diesem Fall federführende Nils Schmäler auf Schalke inzwischen Hausverbot: Die Königsblauen wollen ihn bei einer Lüge ertappt haben.

 
 

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