Gelsenkirchen

Schalkes Heidel glaubt: Auf Bentaleb ist wieder Verlass

Die Schuhe schnüren für das Spiel gegen Bayern: Nabil Bentaleb.
Die Schuhe schnüren für das Spiel gegen Bayern: Nabil Bentaleb.
Foto: Joachim Kleine-Büning
  • Rudy spielt für Schalke gegen Bayern, aber Bentaleb muss wohl nicht auf die Bank
  • Heidel lobt ihn und hofft bald wieder auf geniale Momente

Gelsenkirchen. Sebastian Rudy wird gegen die Bayern in die Schalker Elf zurückkehren, aber es ist unwahrscheinlich, dass dafür Nabil Bentaleb wieder auf die Bank muss. Der Algerier könnte auch etwas offensiver eingesetzt werden.

Nabil Bentaleb als Sechser und davor eine Doppel-Acht mit Suat Serdar und Weston McKennie: Das funktionierte beim 1:1 gegen Porto auch deshalb, weil alle drei sich in den Dienst der Mannschaft stellten, die Räume eng machten und auf Kinkerlitzchen verzichteten. Bei Bentaleb kann man sich da nie so sicher sein, aber derzeit gibt’s bei ihm nichts zu meckern: „Momentan spielt er sehr, sehr solide, man kann sich inzwischen auf ihn verlassen“, lobt Manager Christian Heidel: „Er macht die Räume zu und tut das, was Domenico Tedesco von ihm erwartet.“ Vize-Kapitän Naldo meinte nach dem Spiel gegen Porto sogar: „Heute war Nabil für mich überragend – er war überall.“ Bentaleb habe nicht nur „kaum einen Zweikampf verloren“ und „eine große Präsenz gezeigt“, sondern das Schalker Spiel auch „mit dem Ball sofort schnell gemacht“.

Schalke 04: Nur ein Sechser - oder doch offensiver?

Das ist die Balance, die Bentaleb in seinem Spiel finden muss, um für Schalke wieder richtig wertvoll zu sein. So wie am Anfang vor zwei Jahren, als er mit so genialen Zauberpässen in die Tiefe bestach, dass sich viele Beobachter fragten, ob dieser Algerier nicht von Haus aus eher ein offensiver Spieler ist – und nicht nur ein Sechser fürs Grobe.

„Nabil“, sagt Heidel, „wird ja immer so ein bisschen mit seiner Anfangszeit verglichen, als Genie und Wahnsinn sehr eng beieinander waren.“ Nachdem er für sein Risiko kritisiert wurde, spielte Bentaleb zwischenzeitlich nur noch einen Sicherheits-Stiefel herunter, doch nun scheint er sich wieder etwas mehr zuzutrauen. „Er bekommt immer mehr Sicherheit“, hat Heidel beobachtet: „Und wenn er die Sicherheit hat, wird auch dieses Genie ab und zu wieder durchblitzen.“

Gegen Bayern wäre eine gute Gelegenheit, dies zu zeigen.

 
 

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