Schalkes Goretzka sieht ein Ende seiner Leidenszeit

Schuftet für sein Comeback: Schalkes Leon Goretzka.
Schuftet für sein Comeback: Schalkes Leon Goretzka.
Foto: imago
Schalkes talentierter Mittelfeldmann zählt in Doha zu den fleißigsten Arbeitern. Doch er weiß, welche schweren Folgen ein Frühstart haben kann.

Doha.. Leon Goretzka hat zwar noch keine einzige Trainingseinheit mit der Mannschaft absolviert, im Trainingslager ist er aber dennoch einer der Fleißigsten. Entweder schuftet der 19-Jährige, der seit Juli wegen einer Muskelverletzung im linken Oberschenkel ausfällt, im Kraftraum, oder er trainiert auf einem der zig Fußballplätze der Aspire-Academy unter Anleitung der Athletiktrainer und Mannschaftsarzt Dr. Andreas Falarzik.

Fakt ist: Die MRT-Bilder sehen gut aus, die Muskelverletzung ist überstanden. Doch Leon Goretzka will nichts riskieren, auf keinen Fall zu früh ins Mannschaftstraining einsteigen. Er weiß, welche schwerwiegenden Folgen ein Frühstart haben kann. Während der Reha nach dem ersten Muskelbündelriss riss der Muskel erneut, aus der ursprünglich geplanten zweimonatigen Verletzungspause ist schon eine siebenmonatige geworden.

Die Muskulatur hat sich in der Regenerationsphase natürlich deutlich zurückgebildet, daher ist Muskelaufbau angesagt. Goretzka und die medizinische Abteilung setzen dabei auf die EMS-Methode, bei der Muskeln elektronisch stimuliert werden und somit schneller wachsen. „Jetzt gilt es nur noch Kleinigkeiten zu machen und an der Explosivität zu arbeiten“, sagt Goretzka. „Dann werde ich in naher Zukunft mit der Mannschaft trainieren können.“

Die "Weltmetropole" Donaustauf

Der ehemalige Bochumer berichtete im Trainingslager von seiner Verletzungspause, von der siebenwöchigen Reha in Donaustauf. „Eine Weltmetropole“, sagt er und lacht. Und davon, wie es ist, wenn man bei den Spielen auf der Tribüne sitzt und der eigenen Mannschaft nicht helfen kann. „Wenn ich dann in der Halbzeit neben dem Platz stand und ein Interview gegeben habe, wollte ich einfach über die Linie aufs Feld und spielen. Das war schon hart.“

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