Schalkes Aufsichtsrats-Chef Tönnies will sich zurücknehmen

Schalke-Boss Clemens Tönnies.
Schalke-Boss Clemens Tönnies.
Foto: Getty
  • Schalke-Manager Heidel will sich von Aufsichtsrats-Boss Tönnies nicht in seinen Bereich hineinreden lassen.
  • "Die Richtung gibt allein Heidel vor", sagte Tönnies.
  • Tönnies spürt Widerstand vor der von ihm erhofften Wiederwahl am 26. Juni.

Gelsenkirchen. Clemens Tönnies erlebt auf Schalke gerade eine schwierige Zeit. Im Stadion haben sich Fans deutlich gegen den Aufsichtsrats-Vorsitzenden des FC Schalke 04 positioniert, er spürt Widerstand vor der von ihm erhofften Wiederwahl bei der Jahreshauptversammlung am 26. Juni. Dem 59-Jährigen wird unter anderem vorgeworfen, sich zu oft ins Tagesgeschäft eingemischt zu haben. Deshalb gibt er sich lernfähig. „Wir brauchen eine klare Richtung“, sagt er. „Die gibt Christian Heidel vor, und alle haben sich danach zu richten.“ Das Wort „alle“ betont er dabei stark. Jeder soll hören, dass er damit auch sich selbst meint.

Tönnies verspricht, sich zurückzuziehen: „Ich werde mich auf das konzentrieren, was ein Aufsichtsrat tun muss – Aufsicht führen und Rat geben.“

Der neue Manager hat Tönnies klargemacht, dass er sich nicht in seinen Aufgabenbereich hineinreden lassen will. „Ich bestehe darauf, dass das operative Geschäft Aufgabe des Sportvorstandes ist“, sagt Heidel unmissverständlich. „Ich wäre sonst nicht gekommen.“

Sein Vorgänger Horst Heldt sagte zum Abschied, er hätte egoistischer sein müssen. Heidel hat das sehr wohl vernommen.

 
 

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