Schalker Bentaleb reichen 48 Minuten zum Spieler des Spiels

Hand aufs Schalker Herz: Torschütze Nabil Bentaleb.
Hand aufs Schalker Herz: Torschütze Nabil Bentaleb.
Foto: Getty
Nach seinem Treffer in Schweinfurt wird der Schalker Bentaleb früh ausgewechselt. "Reine Vorsichtsmaßnahme", sagt sein zufriedener Trainer.

Schweinfurt. Nabil Bentaleb wurde zum Spieler des Spiels gewählt - das ist zunächst einmal ungewöhnlich bei einem Mann, der nur 48 Minuten dabei war und dann direkt nach der Pause ausgewechselt wurde. Aber Schalkes Trainer Domenico Tedesco beruhigte: Die Auswechslung war eine reine Vorsichtsmaßnahme, sportlich hatte er “überhaupt nichts” an dem Auftritt des Algeriers auszusetzen. Er war sogar sehr zufrieden mit Bentaleb, an dessen Spiel sich ja manchmal die Geister scheiden.

“Nabil hatte ein paar Probleme in der Kabine, wir wollten es trotzdem noch einmal versuchen und haben dann gemerkt: Es ist ein bisschen schwierig, und er war auch mit Gelb vorbelastet”, sagte Tedesco zur Auswechslung des Mittelfeldspielers. Bentaleb ergänzte: “Ich hatte ein kleines Problem in der Halbzeit, nichts Wichtiges. Der Trainer wollte da nichts riskieren.” Das Wichtigste war auch für ihn der Schalker 2:0-Sieg in Schweinfurt, mit dem die Königsblauen in die zweite Pokalrunde einzogen: “Wir sind ganz gut gestartet.”

Schalkes Türöffner heißt Bentaleb

Schalke spulte sein Programm so seriös herunter, dass letztlich zu keinem Zeitpunkt wirklich eine Stolper-Gefahr bestand - das sah zwar unspektakulär aus, ist aber auch eine Qualität. “Wir sind das ganze Spiel konzentriert geblieben, sind nicht arrogant aufgetreten nach dem Motto: Es geht auch mit 50 Prozent. Das hätten wir zu spüren bekommen, denn die Schweinfurter kämpfen immer”, erklärte Bentaleb und präzisierte: “Wir haben diesen Kampf angenommen und mit unseren Fähigkeiten einige Chancen kreiert und Konter des Gegners vermieden. Das war alles.” Hört sich einfach an.

Mit seinem zum 1:0 verwandelten Elfmeter war der selbstbewusste Algerier eine Art Türöffner für die zweite Runde. Nach dem Foul an Amine Harit schnappte er sich wie selbstverständlich wieder den Ball - das kennt man aus der vergangenen Saison. “Ich habe da immer das Selbstvertrauen, ich denke: Das ist meine Sache. Und glücklicherweise habe ich ja wieder getroffen.”

Bentaleb-Einsatz in Wolfsburg nicht gefährdet

Bentaleb wird sein kleines Problem, das in Schweinfurt zur Auswechslung führte, unter der Woche auskuriert haben - an seinem Einsatz in Wolfsburg besteht nach derzeitigem Stand kein Zweifel. Und auch die Schalker Mannschaft sei jetzt bereit für die Bundesliga. “Wir haben uns sehr gut vorbereitet, haben im Pokal gewonnen und jetzt noch eine Woche Zeit, um uns auf Wolfsburg vorzubereiten. Das wird auch kein einfaches Spiel, es wird eng”, glaubt Bentaleb: “Aber an dem Tag werden wir bereit sein.”

 
 

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