Schalker Äußerungen zur T-Frage sind unklug

Wer trainiert Schalke in der kommenden Saison? Manager Horst Heldt hat - sagt er - "eine klare Tendenz".
Wer trainiert Schalke in der kommenden Saison? Manager Horst Heldt hat - sagt er - "eine klare Tendenz".
Foto: imago
Die Schalker Spieler sprechen sich für Trainer Jens Keller aus, Manager Horst Heldt sagt, dass das nicht entscheidend sein könnte und Klubchef Clemens Tönnies weiß offenbar schon, wie es weiter geht. Schalke gibt reichlich Raum für Spekulationen. Das ist nicht klug. Ein Kommentar.

Essen.. Mal ganz ehrlich: So richtig prickelnd ist die Fußball-Bundesliga gerade nicht. Vorne kreisen die Bayern im eigenen Orbit, dahinter beweist Borussia Dortmund, dass die Frage nach der zweiten Kraft sehr wohl geklärt ist. Und dann?

Kommt die große Ernüchterung, verbunden mit der Erkenntnis, dass kein weiterer Verein in der Lage ist, dieser Drei-Klassengesellschaft Einhalt zu gebieten. Das Liga-Loch zwischen den Bayern und dem BVB mag – gemessen an der Punktezahl – so tief sein wie der Marianengraben, aber auch in der Lücke, die sich hinter dem BVB auftut, könnte man derzeit einen Lkw wenden.

Leverkusen humpelt mühsam zur Qualifikation

Leverkusen humpelt nach gerade mal vier Rückrundensiegen mühsam zur Champions-League-Qualifikation und wird am Ende womöglich nur Dritter, weil sich alle anderen zu bräsig anstellen. Dahinter balgen sich, angeführt vom FC Schalke, inzwischen sieben, acht Klubs um Tickets für den Europacup. Einzig: Es ist ein Schneckenrennen, in dem Woche für Woche ein anderer Klub stolpert, sich blamiert oder fahrlässig Punkte verbaselt. Das kann man wohlwollend auch als spannendes Finale interpretieren – nur: Das Niveau ist betrüblich niedrig.

Und so lautet die spannendste Frage eigentlich: Was macht Schalke in der T-Frage? Erst stärkte Manager Horst Heldt den aktuellen Coach, dann sprachen sich auch die Spieler reihenweise für Jens Keller aus, dann befand Heldt kühl, dass das Spielervotum nicht entscheidend sein könnte und alles offen sei – und schließlich plauderte Schalke-Boss Clemens Tönnies nun ohne Not aus, dass er schon wüsste, wie es weiter geht. Nur sagen könne er es noch nicht. Diese Volte ist spannend, sie gibt reichlich Raum für Spekulation – nur klug ist sie nicht.

 
 

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