Schalke-Zugang Di Santo zeigte gegen Porto ein starkes Debüt

Franco Di Santo hatte gleich zweimal die große Chance, den FC Schalke 04 in Führung zu bringen.
Franco Di Santo hatte gleich zweimal die große Chance, den FC Schalke 04 in Führung zu bringen.
Foto: imago
Beim 0:0 gegen den FC Porto hatte Schalkes Neu-Stürmer Franco Di Santo viele gute Aktionen. Auch Julian Draxler, der auf Schalke bleibt, spielte gut.

Gütersloh. Seine grünen Fußballschuhe durfte Franco Di Santo gestern Abend nach 61 Minuten ausziehen. André Breitenreiter hatte genug von seinem neuen Stürmer gesehen. Nämlich: „Franco hat gleich gezeigt, warum wir ihn verpflichtet haben. Ich denke, er kann für uns eine sehr gute Option in der Offensive sein.“ In der Tat zeigte der Neuzugang vom SV Werder Bremen, der auf Schalke erst am Samstag einen Vierjahresvertrag unterschrieben hat, beim 0:0 gegen den FC Porto ein sehr vielversprechendes Debüt.

Nach dem Spiel, als der 26 Jahre alte Argentinier frisch geduscht auf dem Rasen des Heidewaldstadions stand, trug er blaue Schuhe. In seiner Hand hielt er das Trikot mit der Nummer 9 – sein Trikot, das er unbedingt als „Andenken“ behalten wollte.

Di Santo gefällt der Platz neben Huntelaar

Neben Klaas-Jan Huntelaar lief Di Santo als zweite Spitze auf und hatte sogar zweimal die Chance zur Schalker Führung. Sein Kopfball in der 18. Minute ging nur knapp am Pfosten vorbei, ebenso sein Schuss auf das Tor von Iker Casillas nach 42 Minuten. Der Platz neben Huntelaar scheint Di Santo zu gefallen: „Klaas-Jan hat eine beeindruckende Karriere. Ich hoffe, dass ich sehr viel von ihm lernen kann.“

Zum Beispiel, wie man einen Ball aus der Luft perfekt aufs Tor bringt. Nach nur vier Minuten hatte nämlich Huntelaar die erste dicke Chance für Schalke, Casillas musste sich schon ziemlich lang machen, um den Ball noch zu entschärfen. In der 57. Minute scheiterte Huntelaar außerdem nach einem klasse Konter und Vorarbeit von Di Santo mit einem Schuss aus elf Metern am eingewechselten Torwart Helton.

Porto mit nur einen guten Torchance

Die Königsblauen zeigten gegen den Verein, der 2004 im Finale auf Schalke die Champions League gewonnen hatte, ein wirklich gutes Spiel. Knapp zwei Wochen vor dem DFB-Pokalspiel beim MSV Duisburg hatte Schalke nicht nur in der Offensive viele Aktionen, sondern stand auch in der Defensive gut. Die spielstarken Portugiesen hatten nur eine gute Torchance. Mitte der ersten Halbzeit traf Alex Sandro aus spitzem Winkel den Außenpfosten. Rechtsverteidiger Sascha Riether, der zweite Schalker Debütant, hatte dem Brasilianer zu viel Platz gelassen. Ansonsten war aber auch Riethers Einstand sehr ordentlich.

Das Spiel musste eine Viertelstunde später angepfiffen werden, da der FC Porto 45 Minuten lang im Stau stand. Der Sprecher im Heidewaldstadion verkündete noch stolz: „Wir fahren nicht zu den großen Mannschaften der Welt, sondern die kommen zu uns.“ Allerdings werden sich die Verantwortlichen bei der Nachbesprechung eingestehen müssen, dass dieses Spiel zweier großer Mannschaften den Fünftligisten organisatorisch an seine Grenzen gebracht hat. Nur der Busfahrer der Portugiesen verhinderte einen noch späteren Anpfiff, indem er einfach auf der Gegenfahrbahn fuhr.

Draxler ließ seine Klasse aufblitzen

Ein Schalker, der mal auf der Überholspur war und nach der Absage von Manager Horst Heldt am Montag an Juventus Turin weiterhin die Ausfahrt Gelsenkirchen-Buer nehmen wird, machte gegen Porto übrigens ein richtig gutes Spiel. Julian Draxler ließ seine Klasse immer wieder aufblitzen und war fast an jedem Angriff beteiligt.

 
 

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