Schalke zeigt nach Auftaktsieg die richtige Haltung

Peter Müller
Der FC Schalke durfte stolz und zufrieden sein mit dem Sieg zum Auftakt gegen Bremen. Bildete sich aber auch nichts auf den Erfolg ein.
Der FC Schalke durfte stolz und zufrieden sein mit dem Sieg zum Auftakt gegen Bremen. Bildete sich aber auch nichts auf den Erfolg ein.
Foto: dpa
Den 3:0-Sieg ordneten Schalker Verantwortliche und Spieler gut ein. Sie waren stolz, erkannten aber auch Verbesserungsmöglichkeiten. Ein Kommentar

Bremen. 3:0 in Bremen - Applaus, FC Schalke, das muss man erst mal hinbekommen. Wer im ersten Bundesligaspiel auswärts so deutlich gewinnt, der darf berechtigt von einem Auftakt nach Maß sprechen.

Es fiel allerdings wohltuend auf, dass sich sämtliche Schalker nichts auf diesen Erfolg einbildeten. “So klar, wie das Ergebnis aussah, war das Spiel nicht”, meinte Trainer André Breitenreiter, und seine Profis sahen das ähnlich. Sie hielten auch nach dem Spiel den Ball flach und verschwiegen nicht einige Unzulänglichkeiten, die durchaus zu größeren Problemen hätten führen können, wenn Werder Bremen konsequenter und zielstrebiger gespielt hätte. In der Phase vor und auch nach der Halbzeit fanden die Schalker keinen Zugriff. Erst André Breitenreiters taktischer Umbau vom 4-4-2-System auf ein 4-2-3-1 stellte die nötige Ordnung her, so dass am Ende dann doch ein klarer Sieg heraussprang.

Offenkundig wurde in Bremen, dass Schalke eine starke Offensiv-Abteilung hat, in der Defensivarbeit aber noch verbesserungswürdig ist. Es ist klug, dass sich die Sieger nichts vormachen. Sie kündigten selbst an, dass sie daran arbeiten wollen, Schwächen abzustellen. Mit einer solchen Haltung schlagen sie den Weg zu anhaltendem Erfolg ein. Die Stimmung ist schon mal klasse nach diesem Start, gegen Darmstadt aber gewinnt man auch nicht im Spaziergang, sondern nur mit weiterhin hoher Konzentration.