Schalke-Wunschkandidat Streich sagt ab - heute Effe-Gespräch

Manfred Hendriock
War Wunschkandidat des FC Schalke 04: Freiburgs Trainer Christian Streich.
War Wunschkandidat des FC Schalke 04: Freiburgs Trainer Christian Streich.
Foto: Thomas Nitsche / WAZ FotoPool
Nicht Armin Veh oder Jupp Heynckes - der Freiburger Christian Streich war der Wunschkandidat des FC Schalke 04 bei der Suche nach einem Trainer für die kommende Saison. Doch Streich sagte ab. Heute wird sich Manager Horst Heldt nach unseren Informationen mit Stefan Effenberg treffen.

Gelsenkirchen. Einen Mangel an kreativen Ideen kann man Schalke bei der scheinbar unendlichen Trainersuche für die neue Saison wahrlich nicht vorwerfen: Nach sicheren Informationen dieser Zeitung trafen sich die Schalke-Bosse vor gut zwei Wochen mit dem Freiburger Christian Streich, um die Möglichkeiten eines Wechsels ins Ruhrgebiet auszuloten. Streich gilt als der Architekt des Freiburger Aufschwungs – der 47-Jährige steht mit dem Sport-Club trotz begrenzter finanzieller Mittel vor dem Einzug in den Europapokal. Ein kauziger Typ mit innovativen Ideen: das wäre eine enorm spannende Geschichte auf Schalke geworden. Doch letztlich sagte Streich Schalke ab, weil er seine Freiburger nach dem Wechsel von Sportdirektor Dirk Dufner zu Hannover 96 nicht allein lassen wollte.

Peter Hermann würde Schalkes Co-Trainer werden

Allemal belegt der Versuch mit Streich, dass Schalke bei der Trainerfindung nicht nur die naheliegenden Namen abklopft. Das aktuelle Tete-à-Tete mit Stefan Effenberg geht ja auch in eine ungewöhnliche Richtung: Der Ex-Nationalspieler hat noch keinerlei Erfahrung als Trainer, würde aber die Siegermentalität mitbringen, die man auf Schalke bisher so vermisst. Co-Trainer unter Effenberg würde Peter Hermann werden, der derzeit bei Bayern München Assistent von Jupp Heynckes ist und als herausragender Fachmann gilt. Doch noch ist mit Effenberg längst nicht alles klar: Die am Dienstag von Sport1 verbreitete Meldung, dass sich die Schalker Verantwortlichen am Montagabend mit Effenberg getroffen haben sollen, ist schon alleine deshalb ziemlich haltlos, da Manager Horst Heldt am Montagabend in einem Fernseh-Studio saß.

Vielmehr wird sich Schalkes Sportvorstand nach zuverlässigen Informationen dieser Zeitung erst am heutigen Mittwoch an einem geheimen Ort mit Effenberg zum intensiven Gedankenaustausch treffen: Dann wird man sich mit dem Tiger beschnuppern und prüfen, ob eine Zusammenarbeit Sinn machen könnte.

Keller werden weiterhin große Chancen eingeräumt

Eine Entscheidung ist dabei freilich noch nicht zu erwarten: Intern werden von maßgeblicher Seite nach wie vor Jens Keller große Chancen eingeräumt, falls dieser Schalke auf Platz vier führt. Gerade nach der Absage von Christian Streich – er galt intern als der Wunschkandidat.