Schalke wirft die Tormaschine an

Manfred Hendriock
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Schalke 04 ist mühelos in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Die Königsblauen gewannen in Freiburg mit 11:1 gegen den Siebtligisten FC Teningen. Sie gingen die Aufgabe seriös und konzentriert an.

Freiburg. Das begehrte Trikot von Raul wirkte wie eine Auszeichnung für Tapferkeit: Alle Spieler des FC Teningen waren scharf auf das Hemd des spanischen Weltstars, aber der wusste am besten, wer es verdient hatte. Direkt nach dem Abpfiff schenkte Raul sein Trikot dem bereits 40 Jahre alten Teninger Torwart Alexander „Ali“ Ernst. Denn der hatte in diesem Pokalspiel den schwersten Job: Er musste zwischen den Pfosten des Siebtligisten FC Teningen die Schalker Torflut aufhalten. Am Ende klappte es nicht so ganz: Schalke gewann mit 11:1 (6:1) und verbuchte damit den höchsten Sieg in dieser ersten Pokalrunde. Standesgemäß für den Titelverteidiger, kann man wohl sagen.

Den größten Torhunger hatte naturgemäß der Torjäger: Klaas-Jan Huntelaar erzielte vier Treffer und zeigte damit, dass er kurz vor dem Bundesliga-Start wieder in Schuss kommt. „Ich nehme alle Spiele ernst, und wenn du viele Tore machst, gibt das Selbstvertrauen“, sagte Huntelaar nach dem Abpfiff. Die weiteren Treffer gingen auf das Konto von Raul, Holtby und Gavranovic (je 2) sowie Papadopoulos. Der Ehrentreffer der Teninger durch Kirstein zum 1:3 wurde von den 21.000 Zuschauern im Freiburger Bundesliga-Stadion frenetisch gefeiert. Indes machte Schalkes neuer Ersatz-Torwart Lars Unnerstall, der den verletzten Ralf Fährmann vertrat, dabei keine glückliche Figur. „Da hätte ich früher dazwischen gehen müssen“, sagte der 21-Jährige.

Trainer Ralf Rangnick war letztlich zufrieden, dass seine Mannschaft diese Partie seriös angegangen hatte und nach 13 Minuten mit dem 3:0 bereits alles klar gemacht hatte. Doch am Ende reichten ihm nicht mal diese elf Treffer: „Wir haben unsere Schlagzahl nur aufblitzen lassen. Als Trainer will man immer mehr erreichen, und wir hätten sicher noch einiges an Toren mehr schießen können.“