Schalke verzichtet auf Draxler-Ersatz - Kostic kommt nicht

Schalke-Manager Horst Heldt
Schalke-Manager Horst Heldt
Foto: Sebastian Konopka / WAZ FotoPool
Julian Draxler verlässt den FC Schalke 04 - die Nachfolge wird intern gelöst. Der VfB Stuttgart gibt Wunschkandidat Filip Kostic nicht frei.

Gelsenkirchen. Julian Draxler geht - aber kein neuer Spieler kommt! Der FC Schalke 04 verzichtet auf die Verpflichtung eines weiteren offensiven Mittelfeldspielers. Wunschkandidat Filip Kostic vom VfB Stuttgart bekommt keine Freigabe. „Wir hätten ihn gerne gehabt, aber Stuttgart war nicht bereit, den Spieler jetzt abzugeben“, erklärte Heldt am Montagabend im Gespräch mit WAZ.de. Auch nicht für viel Geld – zwischenzeitlich waren sogar 30 Millionen Euro für Kostic im Gespräch, aber diese Forderung dementierte Heldt ausdrücklich. Der VfB gar sei nicht zu Verhandlungen bereit gewesen. Zwar hätte Schalke nach seinen Angaben noch Alternativen zu Kostic gehabt, „aber wir wollten nichts machen, wovon wir nicht restlos überzeugt sind.“

Die Königsblauen versuchen, die Draxler-Nachfolge intern zu lösen. Mögliche Kandidaten für die linke offensive Mittelfeldposition sind - je nach Taktik - Leroy Sané, Eric-Maxim Choupo-Moting und Leon Goretzka. Pierre-Emile Höjbjerg, der auf Leihbasis vom FC Bayern kommt, ist laut Schalke-Manager Horst Heldt nicht als Draxler-Ersatz eingeplant. Er soll gemeinsam mit Johannes Geis die Doppel-Sechs bilden. (Manfred Hendriock und Andreas Ernst)

27 Schalke-Spieler stehen für die Saison 2015/2016 unter Vertrag 

Tor (4): Ralf Fährmann (Vertrag bis 2019), Fabian Giefer (2018), Alexander Nübel (2018), Michael Gspurning (2016).

Abwehr (11): Matija Nastasic (2019), Junior Caicara (2018), Atsuto Uchida (2018), Marvin Friedrich (2018), Benedikt Höwedes (2017), Kaan Ayhan (2017), Sead Kolasinac (2017), Dennis Aogo (2017), Joel Matip (2016), Sascha Riether (2016), Felipe Santana (2016).

Mittelfeld (8): Johannes Geis (2019), Leroy Sané (2019), Leon Goretzka (2018), Max Meyer (2018), Sidney Sam (2018), Pierre-Emile Höjbjerg (2016), Roman Neustädter (2016), Marco Höger (2016).

Sturm (4): Franco Di Santo (2019), Felix Platte (2018), Klaas-Jan Huntelaar (2017), Eric Maxim Choupo-Moting (2017).

Dazu kommt Thilo Kehrer (2016), der bisher noch nicht bei den Profis zum Einsatz kam. Kehrer trainiert erst einmal in der U23.

Zugänge (7): Johannes Geis (FSV Mainz 05, neun Millionen Euro plus Zusatzprämien), Franco Di Santo (Werder Bremen, sechs Millionen Euro), Junior Caicara (Ludogorets Razgrad, fünf Millionen Euro), Michael Gspurning (eigene U23), Sascha Riether (SC Freiburg, ablösefrei), Alexander Nübel (SC Paderborn, 200.000 Euro), Pierre-Emile Höjbjerg (FC Bayern, ausgeliehen). Dazu überwies Schalke 9,5 Millionen Euro für Matija Nastasic an Manchester City.

Abgänge (13): Julian Draxler (VfL Wolfsburg, 35 Mio Euro plus Nachzahlungen), Jefferson Farfan (Al-Jazira, sieben Millionen Euro), Jan Kirchhoff (war vom FC Bayern ausgeliehen), Christian Fuchs (Leicester City, ablösefrei), Timon Wellenreuther (bis 2016 an RCD Mallorca verliehen), Felix Schröter (bis 2016 an den 1. FC Heidenheim verliehen), Tranquillo Barnetta (Philadelphia Union, ablösefrei), Chinedu Obasi (Ziel unbekannt, Vertrag lief aus), Pascal Itter (SV Grödig, ablösefrei), Maurice Multhaup (FC Ingolstadt), Marcel Sobottka (Fortuna Düsseldorf, S04 hat eine Rückkauf-Option vereinbart), Christian Wetklo (eigene U23), Kevin-Prince Boateng (ist suspendiert und nimmt nicht am Training teil)

  • Schalke bekommt sieben Millionen Euro für Kyriakos Papadopoulos (an Bayer Leverkusen verkauft)
  • Schalke bekommt 1,8 Millionen Euro für Betreiligungen an den Wechseln von Philipp Max (KSC/Augsburg) und Sergio Escudero (Getafe/Sevilla).

Bereits verliehene Spieler (2): Donis Avdijaj (spielt bis 2016 bei Sturm Graz, S04 kann Avdijaj aber im Winter zurückholen), Christian Clemens (bis 2016 beim FSV Mainz 05).

Wer Schalke verlassen will/soll: Kevin-Prince Boateng, Felipe Santana

Trainer: André Breitenreiter (2017).

Co-Trainer: Sven Hübscher, Volkan Bulut (2017)

Torwart-Trainer: Simon Henzler (2017)

 
 

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