Schalke-Trainer Keller verspricht sich Impulse von Boateng

Andree Hagel
Spielen am Samstag für Schalke: Kevin-Prince Boateng (l.) und Dennis Aogo (r.).
Spielen am Samstag für Schalke: Kevin-Prince Boateng (l.) und Dennis Aogo (r.).
Foto: imago
„Ich hoffe, dass uns der Erfolg in Saloniki neues Selbstvertrauen verleihen wird“, sagt Schalke-Trainer Jens Keller vor dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen, das mit drei Siegen gestartet ist. Anstoß wird am Samstagabend um 18.30 Uhr in der Veltins-Arena sein.

Gelsenkirchen. Kevin-Prince Boateng ist da, der 26-Jährige, der vom AC Mailand kommt, hat den medizinischen Check bestanden und einen Vierjahres-Vertrag beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 unterschrieben – bis 2017. Und da gerät es fast nur Nebensache, dass der Alltag trotz dieses überraschenden Transfers weitergeht. Für die Königsblauen bedeutet dies, dass sie am Samstagabend in der Veltins-Arena (18.30 Uhr, live in unserem Ticker) den vierten Versuch starten werden, den ersten Saisonsieg zu landen. Ihr Gegner, Bayer 04 Leverkusen, muss sich mit solchen Problemen nicht beschäftigen. Die Bilanz: drei Spiele, drei Siege.

Boateng-Transfer "pusht" die Schalker Mannschaft

Dass es nicht nur die Partie des Tabellenvierten gegen den Tabellendritten der vergangenen Saison ist, weiß Jens Keller zu genau. „Wie wichtig das Spiel ist, sieht man anhand der Punkte, die wir haben“, sagt der Cheftrainer des FC Schalke 04. Obwohl er ja eigentlich „anhand des Punktes, den wir haben“, hätte sagen müssen. Dabei verspricht er sich auch von Kevin-Prince Boateng Impulse. „Das pusht die Mannschaft noch mal“, sagt Jens Keller und ist froh, dass sein Aufgebot in dieser Woche um gleich zwei Akteure aufgestockt worden ist, nachdem die Schalker ja schon am Donnerstag Dennis Aogo bis zum Saisonende vom Hamburger SV ausgeliehen haben. „Ich habe ja immer gesagt“, erzählt der 42-jährige Trainer der Knappen, „dass unser Kader momentan relativ dünn ist, und ich bin froh und dem Verein dankbar, dass wir zwei so Qualitätsspieler geholt haben.“

Ob das jetzt dazu führt, dass Jens Kellers Pendant Sami Hyypiä anfängt zu grübeln? „Schalke ist schwer einzuschätzen“, sagt der Teamchef von Bayer 04 Leverkusen, „hat aber durch die Qualifikation für die Champions League jetzt sicher an Selbstvertrauen gewonnen.“ Dieses Selbstvertrauen werden die Königsblauen allerdings brauchen – in ihrer aktuellen Verfassung sowieso und vor allem auch mit Blick auf den Gegner, gegen den sie von den vergangenen sieben Heimspielen nur ein einziges gewonnen haben. Groß klingt der Respekt dann allerdings nicht. „Leverkusen hat eine gute Mannschaft, es wird sicherlich nicht einfach“, sagt Schalkes Trainer Jens Keller.

Ob er da nicht untertrieben hat?

Leverkusens Lars Bender will sich festbeißen

Jedenfalls wird die Bayer-Elf , die mit einem Erfolg in Gelsenkirchen für den besten Bundesliga-Start der Vereinsgeschichte sorgen könnte, nach drei Siegen mit 8:3 Toren sehr selbstbewusst in der Veltins-Arena auftreten. „Es ist natürlich ein starkes Gefühl, so positiv in die Saison gestartet zu sein“, sagt Nationalspieler Lars Bender, „und das wollen wir nun auf Schalke unbedingt fortführen. Wir haben jetzt die große Chance, uns oben frühzeitig festzubeißen. Aber es wird denkbar schwierig, denn die Schalker werden in ihrer Situation ihr letztes Hemd geben.“ Werden sie? „Ich hoffe, dass uns der Erfolg in Saloniki neues Selbstvertrauen und zusätzlichen Schwung verleihen wird“, erklärt Jens Keller, dem am Samstagabend gegen Bayer 04 Leverkusen neben den gesperrten Benedikt Höwedes und Christian Fuchs, die in Hannover vom Platz geflogen sind, die verletzten Klaas-Jan Huntelaar (Innenbandteilriss im rechten Knie), Sead Kolasinac (Muskelbündelriss) sowie Kyriakos Papadopoulos und Chinedu Obasi fehlen werden. Die beiden Letztgenannten befinden sich zurzeit im Aufbautraining.

So will Schalke spielen

Hildebrand - Uchida, Matip, Santana, Aogo - Höger, Jones - Farfan, Boateng, Draxler - Szalai