Gelsenkirchen

Schalke-Trainer Domenico Tedesco: „Jupp Heynckes ist mein Vorbild“

Verlor mit Schalke 04 das Hinspiel gegen den FC Bayern: Trainer Domenico Tedesco.
Verlor mit Schalke 04 das Hinspiel gegen den FC Bayern: Trainer Domenico Tedesco.
Foto: firo
  • Schalkes Trainer Domenico Tedesco und Bayerns Jupp Heynckes trennen 40 Lebensjahre
  • Beide kennen sich nicht, schätzen sich aber

Gelsenkirchen. hristian Heidel und Domenico Tedesco haben sich vor dem Spiel des FC Schalke 04 beim FC Bayern München als Fans von Jupp Heynckes geoutet.

Über den 72-Jährigen, der seit dem 9. Oktober 2017 wieder Cheftrainer der Münchener ist und die Mannschaft nach einem mäßigen Saisonbeginn unter Carlo Ancelotti auf beeindruckende Art und Weise zurück in die Erfolgsspur geführt hat, sagt Heidel: „Er war mein Idol in Kinderzeiten, als ich noch Fan von Borussia Mönchengladbach war. Damals war es noch nicht so in, dass man mit Trikots herumgelaufen ist. Aber ich hatte damals eines mit der Nummer elf von Heynckes.“ Am Samstagabend trifft Schalke um 18.30 Uhr auf die Elf von Heynckes.

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Schalkes Sportvorstand bewundert den ehemaligen Gladbach-Stürmer auch als Trainer der Bayern. Nach sieben Spieltagen hatten die Münchener in der Bundesliga fünf Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze, vor dem Spiel gegen Schalke haben die Bayern 18 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Bayer 04 Leverkusen.

„Da muss ja etwas passiert sein, ohne dass ich Interna kenne“, sagt Heidel. „Jupp Heynckes hat die überragende Fähigkeit, mit dieser Ansammlung von internationalen Topstars umzugehen. Die Jungs hören einfach auf ihn. Er hat diese Ausstrahlung, diese Aura und deshalb ist er für Bayern ein Glücksgriff.“

Tedesco und Heynckes kennen sich (noch) nicht persönlich

Trainer Domenico Tedesco kennt Jupp Heynckes noch nicht persönlich. Bei der 0:2-Heimniederlage der Schalker im Hinspiel war Carlo Ancelotti noch Trainer der Bayern. Tedesco besitzt zwar kein altes Trikot von Heynckes, bezeichnet seinen 40 Jahre älteren Trainerkollegen aber ebenfalls als Vorbild. „Jupp Heynckes ist für mich jemand, zu dem ich aufsehe. Es macht den Anschein, dass er einen super Zugang zu den Spielern hat und dass er menschlich top ist.“

Von Juni 2003 bis September 2004 war Heynckes Trainer auf Schalke – das allerdings nicht mit dem erhofften Erfolg. Die erste Saison beendeten die Königsblauen auf Rang sieben. Als Schalke anschließend nach vier Spieltagen auf dem drittletzten Tabellenplatz stand, musste Heynckes gehen. Stimmen, dass das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft nicht intakt sei, wurden lauter und lauter. Manager Rudi Assauer sagte nach der Entlassung von Heynckes: „Der Jupp ist ein Fußballer der alten Schule, aber wir haben das Jahr 2004.“

Heynckes guckt genau auf Schalke 04

Selbstverständlich schaut Heynckes noch genau hin, was bei den Königsblauen passiert – nicht erst, seitdem er wieder Trainer des Rekordmeisters ist. Tedescos Lob gibt er gerne zurück nach Gelsenkirchen. „Er macht einen wirklich guten Job. Das sieht man daran, wie die Mannschaft spielt. Sie hat verschiedene taktische Systeme, so etwas muss man einstudieren, man muss ganz klare Vorstellungen haben, wie ich das mit meiner Mannschaft umsetzt. Daran sehe ich, dass er ein qualifizierter junger Trainer ist“, sagt der zweimalige Champions-League-Gewinner.

„Wie Domenico Tedesco so rüberkommt, hat er eine sehr angenehme Art, er ist sehr sympathisch.“ Heynckes freut sich deshalb auf die erste Begegnung, sagt mit einem Augenzwinkern aber auch: „Er darf mich nicht einlullen. Wir wollen das Spiel ja gewinnen. Wenn man gelobt wird und glaubt hinterher, man ist so famos, dann ist es schlecht.“

Seit der Zeit, als Heynckes als Stürmer noch das Trikot von Borussia Mönchengladbach getragen hat, hat übrigens ein Rekord bestand, der ausgerechnet am Samstagabend im Duell gegen Schalke eingestellt werden könnte. Heynckes ist bisher der einzige Spieler, der in den ersten elf Bundesliga-Heimduellen einer Saison ein Tor erzielte - in der Saison 1972/73. In dieser Saison hat Bayerns Stürmer Robert Lewandowski bislang in allen zehn Heimspielen mindestens einmal getroffen. „Wir haben schon geflachst“, sagt Heynckes und versichert, den polnischen Torjäger gegen Schalke deshalb aber nicht auf die Tribüne zu setzen. „Robert wird von Anfang an spielen und er wird auch nicht ausgewechselt, wenn er gut spielt.“

 
 

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