Gelsenkirchen

Schalke-Aus trotz Jobgarantie: Darum musste Domenico Tedesco wirklich gehen

Jochen Schneider verrät den wahren Grund für die Entlassung von Domenico Tedesco.
Jochen Schneider verrät den wahren Grund für die Entlassung von Domenico Tedesco.
Foto: Imago/ Fotomontage: DER WESTEN

Gelsenkirchen. Nach dem Debakel des FC Schalke 04 in der Champions League gegen Manchester City wackelte der Stuhl von Domenico Tedesco gewaltig.

Trotzdem wollte Jochen Schneider mit dem jungen Trainer in das nächste Heimspiel gegen RB Leipzig gehen. Doch dann der plötzliche Sinneswandel beim neuen Sportvorstand des FC Schalke 04. Jetzt ist klar, warum Domenico Tedesco am vergangenen Donnerstag seinen Hut nehmen musste.

Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider verrät Hintergründe zur Entlassung von Domenico Tedesco

Jochen Schneider verriet im Interview mit der „Sport Bild“, dass er dem Trainer nach der Pleite in der Champions League für das Leipzig-Spiel eigentlich eine Jobgarantie gegeben hatte.

Domenico Tedesco: Die stärksten Bilder seiner Zeit auf Schalke

Seit dem 1.Juli 2017 ist Domenico Tedesco Trainer auf Schalke. Wir blicken auf die stärksten Bilder seiner Zeit auf Schalke.
Domenico Tedesco: Die stärksten Bilder seiner Zeit auf Schalke

Deshalb leitete Domenico Tedesco am Donnerstagmorgen auch noch die Einheit auf dem Platz. Doch wegen der Situation am nächsten Morgen habe er sich zum sofortigen Handeln gezwungen gesehen.

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Stimmung auf Schalke sorgt für Umdenken bei Schneider

„Die Stimmung insgesamt war am Donnerstagmorgen in allen Bereichen so niedergeschlagen, dass ich das Gefühl bekam, wir müssen sofort handeln", sagte der Schalker Sportvorstand gegenüber der Zeitung.

Die Entscheidung sei ihm äußerst schwer gefallen sei, weil Domenico Tedesco auf Schalke „große Wertschätzung“ genieße. Schließlich war auf Schalke unter Tedesco in der Vizemeister-Saison wahre Euphorie ausgebrochen.

Trendwende unter Tedesco nicht mehr möglich?

„Allerdings dürfen wir nicht verkennen, dass die Entwicklung in dieser Saison unter dem Strich negativ ist. Bei meinem Amtsantritt habe ich diesbezüglich eine Trendwende eingefordert, die angesichts der ernsten sportlichen Situation in der Bundesliga zwingend notwendig ist. Wir sind nach reiflicher Überlegung zu der Erkenntnis gekommen, dass diese in der aktuellen personellen Konstellation nicht mehr möglich ist", sagte Schneider vergangene Woche.

Der Schalker Sportvorstand spricht in der „Sport Bild“ von einem „absolut fairen und transparenten Austausch“ mit Domenico Tedesco und traut ihm eine große Zukunft als Trainer zu: „Er bringt alle fachlichen Qualitäten mit, hat Visionen, kann Menschen begeistern, arbeitet akribisch und gibt immer Vollgas. Darüber hinaus ist er ein feiner Kerl.“

Schneider warnt vor dieser großen Gefahr

Der FC Schalke will nun mit dem Interims-Duo Huub Stevens und Mike Büskens den drohenden Abstieg abwenden.

„Das Gefährliche ist, wenn Außenstehende glauben, Schalke sei zu groß, um abzusteigen“, warnt der Schalker Sportvorstand und erinnert an die Situation des VfB Stuttgart. Da habe vor drei Jahren schließlich auch niemand mit gerechnet. Sein Ex-Verein musste 2016 den bitteren Gang in die zweite Liga antreten.

 
 

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