Schalke scheitert trotz Schiri-Patzer auch an eigenem Einsatz

Manfred Hendriock
Die Schalker Benedikt Höwedes und Sead Kolasinac können die späte Niederlage in Augsburg nicht fassen.
Die Schalker Benedikt Höwedes und Sead Kolasinac können die späte Niederlage in Augsburg nicht fassen.
Foto: dpa
Hätte der FC Schalke frühzeitig mehr in das Augsburg-Spiel investiert, hätten ihn die Fehlentscheidungen nicht so hart getroffen. Ein Kommentar.

Augsburg. Schalke hat sich in Augsburg mit Recht geärgert: Wenn ein Siegtor für den Gegner so spät fällt und dann noch durch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters begünstigt wird, dann kochen die Emotionen hoch. Dass Schiedsrichter Florian Meyer auch sonst nicht seinen besten Tag erwischt hatte und nur bei der Schwalbe von Markus Feulner in der ersten Halbzeit pro S04 entschieden hatte, macht den Ärger komplett. Aber dieses Spiel, diese 1:2-Niederlage in Augsburg, hatte eben auch noch eine andere Seite.

Schalke hätte mehr investieren müssen

Denn: Es hätte gar nicht soweit kommen müssen, wenn Schalke in der ersten Halbzeit mit mehr Biss gespielt hätte. Die Blauen ließen sich aber zu sehr den Schneid abkaufen, zu viele Spieler blieben deutlich unter ihrem Leistungsvermögen. Gegen eine solche Mannschaft wie Augsburg hätte Schalke vor der Pause mehr investieren müssen, um den Gegner gar nicht erst aufzubauen. Dann wäre eine Fehlentscheidung in der Nachspielzeit vermutlich gar nicht mehr so sehr ins Gewicht gefallen.