Schalke in Porto überraschend mutlos: Warum die S04-Spielweise so viele Fragen aufwirft

Domenico Tedesco sah eine zurückhaltende Vorstellung des FC Schalke in Porto.
Domenico Tedesco sah eine zurückhaltende Vorstellung des FC Schalke in Porto.
Foto: imago/RHR-Foto

Porto. Schon vor dem Spiel zwischen Porto und Schalke hatten die königsblauen Fans allen Grund zur Freude: Weil Lokomotive Moskau 2:0 gegen Galatasaray Istanbul gewonnen hatte, war der Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco der Einzug ins Achtelfinale nicht mehr zu nehmen.

Doch kaum rollte der Ball in der Partie zwischen Porto und Schalke, da ließ der Jubel bei den Schalker Fans schnell nach. Denn ihre Mannschaft zeigte in Portugal eine äußerst zurückhaltende Vorstellung. Und viele Schalker Fans fragten sich: Warum so vorsichtig, lieber S04?

FC Schalke 04 hatte in Porto nichts zu verlieren

Der passive Auftritt des Tedesco-Teams ergab für die meisten Fans schlicht und ergreifend keinen Sinn. Denn Schalke 04 hatte in der Partie nichts zu verlieren.

Vor dem Spiel stand schließlich fest: Den zweiten Platz hatte Schalke sicher. Um noch eine Chance auf den Gruppensieg zu erhalten, hätte Schalke in Porto gewinnen müssen.

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Doch von Beginn an spielten die Gäste aus Gelsenkirchen keineswegs auf Sieg. Die Schalker stellten sich hinten rein. Im Spiel nach vorne lief bei S04 herzlich wenig zusammen – wie schon so oft in dieser Saison.

Porto nicht mehr so groß wie sein Name

Dabei hätte Schalke sich so viel mehr zutrauen dürfen. Denn in Porto waren die Schalker nun wahrlich nicht bei einer europäischen Übermannschaft zu Gast. Von ihrer Stärke von vor zehn Jahren, als Porto in der Königsklasse stets zu den Geheimfavoriten auf den Titel gezählt hatte, sind die Portugiesen meilenweit entfernt. Vor diesem FC Porto hätte Schalke sich nicht verstecken müssen.

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Dieses mutlose Auftreten wurde nach Wiederanpfiff prompt bestraft. Mit einem Doppelschlag in der 52. und 55. Minute brachten Eder Militao und Jesus Corona die Portugiesen auf die Erfolgsspur.

Schalker Aufbäumen kam zu spät

Erst als Nabil Bentaleb zwei Minuten vor Schluss per Elfmeter den Anschlusstreffer erzielte, wachten die Schalker auf. Plötzlich trieb Coach Tedesco seine Jungs mit wilden Gesten von der Seitenlinie an, plötzlich warfen die Schalker noch mal alles nach vorne.

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Doch zu diesem Zeitpunkt war es bereits zu spät. Und spätestens als Moussa Marega nach einem Konter in der 4. Minute der Nachspielzeit das 3:1 erzielte, war allen Schalker Fans klar: Hier gibt es nichts mehr zu holen.

Schade, Schalke! Mit ein bisschen mehr Mut wäre sicher mehr drin gewesen.

 
 

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