Schalke muss auf Fährmann verzichten

Manfred Hendriock
Titelverteidiger Schalke 04 muss am Sonntag in der ersten Runde des DFB-Pokals (17.30 Uhr/Live im Ticker bei DerWesten) beim Siebtligisten FC Teningen ohne Torhüter Ralf Fährmann auskommen.

Gelsenkirchen. Ralf Fährmann hatte sich so sehr darauf gefreut. Nicht nur auf das Pokalspiel am Sonntag beim FC Teningen, sondern darauf, dass es jetzt endlich los geht mit seiner ersten Saison als Nummer eins in Schalke. Und dann ereilte den 22-Jährigen am Donnerstag im Training das Verletzungspech: Bei einer Abwehraktion zog er sich einen leichten Muskelfaserriss in der linken Kniekehle zu – nichts Schlimmes, aber er fällt für das Spiel in Teningen aus.

Es soll keine lange Pause werden, aber natürlich ist die Verletzung ein Rückschlag für Fährmann, der sich gerade so richtig auf Schalke etabliert und auch die internen Skeptiker überzeugt hatte. Trainer Ralf Rangnick ernannte den Neuzugang nach dessen famoser Leistung im Supercupspiel gegen Dortmund auch offiziell zur Nummer eins. Und die Überlegungen der Schalker Chefetage, eventuell doch noch einen zusätzlichen Torwart zu verpflichten, werden nur noch damit begründet, dass man für den Fall gewappnet sein will, falls Fährmann einmal länger ausfallen sollte.

Diesmal soll die Pause nur ein paar Tage betragen – aus Schalke war zu hören, dass Fährmann im ersten Bundesliga-Spiel am 6. August beim VfB Stuttgart wieder fit sein soll. Spannend wird aber die Frage, wer für Fährmann in Teningen zwischen den Pfosten steht: Youngster Lars Unnerstall (21), der im Vorjahr noch in der Regionalliga gespielt hat, oder Routinier Mathias Schober (35). Der wähnte sich zuletzt zu Unrecht hinter Unnerstall eingereiht: Nun muss Rangnick sich auch offiziell festlegen, wer auf Schalke der erste Fährmann-Vertreter ist.